Was habe ich in der letzten Woche geschwitzt - Angstschweiß. Es gingen keine E-Mails mehr auf dem alten vServer zu versenden, nachdem ein paar Updates nur zur Hälfte durchgelaufen waren. So richtig konnte man den Fehler auch nicht erkennen, das System selbst war schon über ein Jahr alt, es wurden keine direkten Updates mehr angeboten... hier musste was getan werden. Es wurde Zeit.
Nach eingehendem Studium verschiedenster Seiten habe ich mit
eine komplette Serversicherung auf dem Plesk 8 Server vorgenommen und auf einen anderen Server geladen (rund 2 GB - das hätte mit der Uploadgeschwindigkeit von DSL6000 keinen Spaß gemacht).
Nach 4 Tagen Suche und Rücksprache mit dem (schlechten) Support meines Hosters wurde der Server dann endlich neuinstalliert. Und funktionierte prompt nicht. Alles irgendwie tot, alles irgendwie verkorkst. Anruf beim Hoster: man solle ins neue System umziehen - einfach ein neues Paket ordern, das alte würde automatisch gekündigt und die Daten übernommen. Das klappte dann ungewohnter Weise.
Dann wurde die Backupdatei wieder auf den neuen Server mit Plesk 9.2.3 gezogen. Dort dann die große Enttäuschung: das Backup, das ich vorher unter Plesk 8.6.0 erstellte, musste erst in ein neues Format konvertiert werden. Also:
Eigentlich ganz genial, denn so wandert das konvertierte Backup gleich ins korrekte Verzeichnis, damit man es direkt über Plesk über den Backup Manager einspielen kann. Doch zu früh gefreut. Nachdem der Vorgang nach etwa 2 Stunden abgeschlossen war, fand sich zwar das Backup über Plesk, doch mit dem Vermerk "This file is not a valid backup file.". Googled man ein wenig, ist das ein uraltes Problem, das seit Plesk 9.2 behoben sein soll. Soviel dazu.
Doch was nun? Ich musste ja an die Daten heran und ans einzelne extrahieren von Dateien und alles manuell einrichten inklusive E-Mail-Adressen etc. war nicht zu denken. Nach etlichen Versuchen (inklusive Editieren der /usr/local/psa/PMM/plesk.xsd) versuchte ich nicht mehr das gesamte Backup einzuspielen. Sondern jeden Kunden einzeln. Ich hatte nämlich hier gelesen, dass das angeblich funktioniert.
Das ganze lief dann so ab:
CODE:
cd /var/lib/psa/dumps/clients/<clientname>
/usr/local/psa/bin/pleskrestore --create-map converted_<clientname>_info_<nummer>.xml -map <clientname>.map
nano <clientname>.map
Jetzt noch in der map-Datei die IP hinter dem Pfeil editieren (selbsterklärend), da die sich bei uns geändert hatte. Und ab gehts:
Er arbeitete und gab mir nur 2 Leerzeilen aus, ansonsten blieb die Konsole schwarz. Um zu wissen, ob er jetzt auch wirklich etwas tut, öffnete ich eine zweite SSH-Session und schaute mittels htop nach, was so passiert. Da wird ordentlich entpackt, importiert und erstellt - funktioniert also. Allerdings bleiben hier und da, auch nach abgeschlossenem Prozess, ein paar der sw-*-Prozesse hängen. Wenn man das in den Nachtstunden macht, sollte man also immer mal neustarten.
Einzelne Fehler (fehlendes Locale de-DE z.B., da wir bis dahin nur en-US installiert hatten) wurden kurzerhand durch Editieren der XML-Datei zum Backup (converted__info_.xml) behoben. Mit Strg + W kann man in Nano schön nach Vorkommen von z.B. "locale" suchen. Auch "mail-group" machte öfter Probleme, weshalb ich das dann schon im Voraus auf "false" setzte und die entsprechenden Schlüssel in der Mailkonfiguration löschte. Aber das ist nur nötig, wenn ein vorhergehendes Restore mal auf halber Strecke abgebrochen hat. Dann beschwert er sich, dass einige Sachen schon da sind und macht ab da aber leider nicht weiter.
Dass ein Restore geklappt hat, konnte man dann immer am "" sehen.
Optimierungen von Apache, MySQL und PHP wurden auch noch nötig, sind aber immer noch im Gange. Da kann man viel Zeit hineinstecken, doch es lohnt sich. Dazu eventuell später.
Heute am Sonntag gegen 16 Uhr betrat ich wieder Chemnitzer Boden. Endlich durfte ich den Reisebus wieder verlassen und ich freute mich auf eine ordentliche Dusche und eine Zahnbürste, um mich wieder wie in Mensch zu fühlen.
Begonnen hatte alles bereits im Sommer dieses Jahres. Auf der Suche nach einem tollen Technofestival stolperten ein Freund und ich unter anderem über die Sensation White (zu soft) und über die Sensation Black (zu weit weg). Dann fiel die Entscheidung: die Qlimax sollte es werden, eine große Hardstyle-Party im GelreDome in Arnheim (das liegt in den Niederlanden). Nachdem auch klar war, dass es sich zu zweit nicht lohnt (und sonst eigentlich auch nicht) selbst zu fahren, erkoren wir feierreisen.de als unseren Reiseanbieter zur Qlimax. Die fuhren direkt von Chemnitz aus - wunderbar, da mussten wir nicht mehr wach genug sein, um selbst ein Stückchen fahren zu müssen (das wäre rückblickend auch gar nicht gegangen).
Der Bus war von Feierreisen sehr hoch gelobt worden, aber er war - bis auf den kleinen TV und DVD-Player, standard. Die Sitzabstände auf der rechten Seite waren für mich (1,90) inakzeptabel, doch zum Glück konnte ich in der linken Sitzreihe meine Beine gerade so unterbringen, sonst wäre das eine sehr unangenehme Reise geworden. Anfangs wurde sie das trotzdem, denn über die - eigentlich für Ansagen gedachten - Lautsprecher liefen Tracks von den Qlimax-DVDs 2007 und 2008. Durch die extreme Mittenüberhöhung (damit man sprache durch diese Lautsprecher besser versteht) tat die Musik - wir saßen direkt unter so einem Lautsprecher - furchtbarst in den Ohren weh. Eine Pause nutzten wir, um uns eine Reihe weiter vor zu setzen und so den gehörschädigenden Klängen zu entfliehen. Ab da wurde die Fahrt sehr angenehm. Pausen gab es genügend, eine Toilette war an Bord, wenn es unbedingt mal sein musste und wenn man aufpasste, stieß man sich an der Decke mit einer Höhe von geschätzten 1,70 m auch nicht den Kopf - Doppelstockbus eben.
Ich hatte Getränke mitgebracht - und das war auch gut. Ein Freund eines Freundes, den wir ebenfalls im Bus trafen (ohne uns vorher abgesprochen zu haben) hatte etwas von Freigetränken im Bus gelesen und sich drauf verlassen - aber außer einmal etwas Jägermeister bzw. Vodka Red gab es da nichts... Arschkarte. Vielleicht hatte er da was falsch verstanden, ich hatte das jedenfalls nicht gelesen. Für knapp 130 € inklusive Eintrittskarte zur Qlimax (einzeln 57 €) pro Person, war das Angebot jedenfalls einer Selberfahrt in Sachen Stresslosigkeit haushoch überlegen. Genug zum Bus (der Fahrer war übrigens cool, musste er auch sein, um die Musik in seinem Alter auszuhalten ), jetzt mal was zur Party: kurz gesagt - hammergeil! Ich war zum ersten mal auf der Qlimax und als ich nach einer Stunde warten auf den Einlass und einer weiteren Stunde Einlassprozedur endlich den GelreDome betreten durfte, war das schon ein tolles Gefühl. Eine riesige Halle, die noch recht übersichtlich mit Leuten gefüllt war, schon leichtes Hintergrundgedudel, schön schummrige, blaue Ausleuchtung, massenweise an den Decken aufgehängte Lautsprecher - das versprach toll zu werden. Und das wurde es auch! Als Ruffian die Eröffnung bekannt gab und DJ Isaac die ersten sanfteren Tracks auflegte, wurde es schnell still in der Halle. Der Klang war einfach zu toll und die Lichteffekte hübsch. Mittlerweile war ich mit meinen Freunden auch schon in der ~3. Reihe vor der Absperrung zum DJ-Bereich angelangt. Doch etwas störte - eine weiße Seidenwand war eingezogen worden um darauf Bilder zu projizieren. Doch nach einer halben Stunde fiel diese dann, alles wurde in sekundenschnelle weggeräumt und man kam bis etwa 2 Meter an den DJ heran. Das war schon toll, den arbeiten zu sehen - auch hier waren wir ganz vorn mit dabei. Später gingen wir dann was trinken und sind dann nicht nochmal so weit vor gegangen - man hätte sich mittlerweile einfach nicht mehr so schön bewegen können, wie zuvor. Es war rappelvoll geworden (da passen 40.000 Leute rein!). Überall wurde getanzt, die Ränge waren gut besetzt und teils waren mit Gerüstkonstruktionen an Stellen, an denen eigentlich Sitzplätze wären, weitere Tanzflächen geschaffen worden. Hier hielten wir uns häufig auf, da es genug Platz zum Tanzen gab.
Weiters überraschten uns noch zwei Sachen. Erstens: die Preise. Man musste Geld in Münzen (Munten ) umtauschen. Eine Münze entsprach 2,50 €, eine halbe dementsprechend 1,25 €. Und dann wurde uns erst klar - was wir vorher für Europreise hielten, war überhaupt nicht günstig! Ein Kaffee z.B. kostete 1 Munte, äh Münze - 2,50 €! Ein kleines Wasser (0,2 l) ebenfalls. Ein großes (0,5 l) kostete 2 Münzen - 5,00 €. Der Hammer! Durch die mit der Zeit in der Halle vorherrschende Hitze von 40.000 tanzenden Menschen war regelmäßige Getränkeversorgung aber unbedingt notwendig und somit musste schon ein 20er pro Person eingetauscht werden (ich habe noch 0,5 Münzen übrig - als Andenken sozusagen). Zweitens: die Musik tat nicht in den Ohren weh. Man kennt das von Discos, z.B. dem EMC Stollberg, dass, wenn man die Disco verlässt (und es wenn es nur nach kurzer Zeit ein Toilettengang ist), dass neben dem Druck auf den Ohren die Ohren auch noch fiepen (meist durch Belastung mit lauten sehr hohen Tönen). Das war hier nicht der fall und das überraschte mich mehrfach. Durch den heftigen Bass drückte es zwar etwas auf den Ohren, das verflog aber schnell. Kein Fiepen hinterher. Ich kann mir das nur mit der extrem guten Technik der Qlimax erklären. Der Klang war einfach phänomenal, nicht übersteuert und sogar kurz eingestreute (um die Anwesenden zu "ärgern", anzuheizen) Klassiklieder klangen toll! Eventuell hatte man schädliche Frequenzen gefiltert... ich weiß es nicht - es war jedenfalls eine Erfahrung der besonderen Art.
Auch eine Erfahrung: Drogen- und Waffenkontrollen am Eingang. Jeder Besucher wurde abgetastet und musste sämtliche Gegenstände aus den Taschen auf einen Tisch legen. Auch Cappies mussten abgenommen werden und wurden durchsucht (nur Schuhe nicht). Ich hatte in meinem Portmonee ein paar Kopfschmerztabletten - mit Beipackzettel, wie es sich bei einer "Reiseapotheke" gehört. Die Frau, die mich kontrollierte, stutzte zwar kurz, las kurz, um was es sich handelte und gab mir dann alles wieder. War trotzdem seltsam .
Gegen Ende der Party hörte ich dann noch, dass es wohl doch zu einem Zwischenfall gekommen sein muss, denn die Polizei war da und hatte auch jemanden mitgenommen. Außerdem war eine Toilette abgesperrt worden. Man sagte, dort wäre jemand umgekommen. Vielleicht ließt man es ja irgendwo mal im Netz. Tragisch ist das schon, allerdings wundere ich mich eher, dass bei derart vielen Menschen auf "kleinem Raum" nicht mehr passiert. Aggressionen lassen sich nunmal nicht ganz vermeiden - und Alkohol floss ja auch zur Genüge (und Joints wurden anscheinend auch genug geraucht - es stank häufig mal danach, obwohl rauchen in der Halle verboten war).
Abschließend muss ich sagen, dass die Qlimax eine Erfahrung war, die ich unbedingt gemacht haben musste. Ich muss aber sagen, dass 10 Stunden feiern nach 10 Stunden Busfahrt kaum möglich ist. Die Erschöpfung meldete sich spätestens 2 Stunden vor Schluss (gegen 7 Uhr war Schluss, 22 Uhr ging die Party los). Die ließen sich nur schwer noch rumbringen und ich wollte partout nicht dort einschlafen. Ob ich nochmal fahren würde, weiß ich nicht - 130 € sind eine Riesenstange Geld und die Fahrt ist doch recht aufreibend. Ich werde das denke ich live entscheiden. An dieser Stelle übrigens nochmal ein Riesendank an Martin und Ole von Feierreisen.de. Die haben sich den Ar... aufgerissen, damit alles so glatt wie möglich läuft. Danke!
Um euch mal den Einsatz von Effekten, den tollen Bühnenaufbau etc. zu zeigen, empfehle ich euch dieses Video. Ab der Hälfte gehts richtig los - es macht einfach nur Spaß (wenn euch die Musik nicht gefällt, dreht einfach leise - die Effekte sind trotzdem sehr sehenswert und pompös; ach übrigens: an die Flammen konnte man bis etwa 1 m nah heran - das war heeeeeiß!).
Das Handy hat natürlich die Klangfülle nicht im Mindesten einfangen können (besonders, wenn Technoboy dann loslegt), aber es reicht aus. Mir gehts ja für euch hauptsächlich um die optischen Effekte .
Seit ein paar Wochen sitze ich hier mit Lautsprechern, die ich für eine Freundin gebaut habe. Sie hat sogar mit dran gebaut und ihr hat es auch Spaß gemacht. Die bekommt sie dann zu Weihnachten.
Was mich aber immer wieder fasziniert ist, wie gut sich die Lautsprecher schlagen. Gebaut wurde ein Paar Cyburgs Needles, wobei Cyburgs der Spitzname des Erfinders ist. Die darin von mir eingesetzten Lautsprecher, jeweils ein Peerless FR35/8, sind nur knapp 4 Finger breit und bringen für diese Größe erstaunlichen Bass rüber. Das allerdings nur durch die spezielle Bauform des Gehäuses. Immer, wenn ich Musik darüber höre, werde ich mir der planungstechnischen Meisterleistung Cyburgs' bewusst.
Solltet ihr mal neue Lautsprecher benötigen, Schönhörer sein (das heißt nicht extrem laut, kein Fan von überfettetem Bass und möglichst auch keine HipHop-Hörer), dann sind die Needles wirklich was für euch. Die können aber sogar laut genug, dass man sich nur noch schwer unterhalten kann - reicht aus! Und zu einem Paarpreis ab 40 € stechen die wirklich alles aus, was man an Brüllwürfeln so im Handel bekommen und hören kann. Man braucht nur einen Standplatz für die Lautsprechersäulen.
Meine nächsten Lautsprecher für mein Zimmer werden auch selbst gebaut. Meine uralten Lautsprecher von einer älteren Sony Kompaktstereoanlage von ~1985, die einfach nur matschig und lustlos klingen, werden durch Mission Possible ersetzt. Nach langem hin- und her habe ich mich dann auch für die Premiumversion der verbauten Weiche, welche hohe und tiefe Töne trennt, entschieden. Es soll an nichts gespart werden, was ich mir jahrelang anhören muss und möchte. Die Bauteile sind schon bestellt, jetzt braucht es nur noch das Holz, das ich nach dem Kaffeetrinken kaufen gehen werde. Als Finish werde ich die Lautsprecher mit starkem schwarzem Karton möchtegern-furnieren. Mir prickelt es schon richtig in den Fingern.
Mit dieser Frage habe ich mich heute auseinandergesetzt.
Das Problem: Ich wollte auf meinem Laptop arbeiten können, das neben meinem Bildschirm für meinen Desktop-PC steht. Mangels eines funktionierenden LAN-Kabels (Schande über mich) sind aber alle Methoden, die irgendwie per Remotedesktopverbindung oder VNC gingen, viel zu langsam, bzw. haben zu viel Zeitspanne, bis ich Änderungen sehe, da das Laptop per WLAN angebunden ist.
Die Lösung: Da das Laptop ja einen vollen Rechner mit Bildschirm repräsentiert, konnte ich es viel einfacher halten. Ich wollte ja nur mit einer Tastatur und einer Maus an zwei Rechnern arbeiten (ohne irgendwelche Zusatzhardware wie einem KVM-Switch). Nach kurzem Googlen fand ich die Erleuchtung in einem Programm namens Input Director. Einfach auf beiden Rechnern installieren, den Rechner, an dem die Tastatur und die Maus hängt, als "Master" einstellen und den, der mitgesteuert werden soll als "Slave". Noch ein paar Sicherheitseinstellungen und die IP des Slaves angeben. Voilá!
Wenn ich jetzt mit der Maus an den rechten Bildschirmrand gehe, erscheint sie automatisch auf dem Laptop. Rückwärts gehts natürlich auch und Tastatureingaben funktionieren selbstverständlich ebenfalls. Die Verzögerung bei Tastatureingaben ist nicht wahrnehmbar und auch die Maus verhält sich erstklassig. Die CPU-Auslastung liegt nur bei 0 - 1 % und man kann sogar mit dem verschieben von kleinen Bildschirmgrafiken in den Einstellungen festlegen, wo welcher Bildschirm sich befindet. Einfach genial, genial einfach! Das Programm ist übrigens Freeware.
Mein heutiger Tag bestand aus einem einzigen Auf und Ab der Gefühle. Aber ganz von vorn:
Meine Eltern gaben mir einen Brief von DHL. Ja, direkt von DHL, kleiner Umschlag, "Postsache", kein Absender, Recyclingpapier. Das konnte ja eigentlich nur Werbung sein - oder? Brief auf - mehrere Seiten flattern heraus. Ein grünes und ein weißes Kärtchen sowie ein gefaltetes A4-Blatt. Ich kümmerte mich erst um das grüne Kärtchen - Zollbescheinigung! Ich solle innerhalb von 7 Tagen ein Paket im Hauptzollamt abholen und dabei mitbringen: Rechnungsunterlagen, Kaufbelege und sonstige Nachweise - das Paket käme aus Kanada. Auf dem A4-Blatt stand dann schließlich auch der Absender des mysteriösen Pakets: Evolution Megastores. Noch nie gehört... oder doch? Es dämmerte mir: vor 4 Monaten gewann ich beim Gewinnspiel eines Plugins für den Windows Live Messenger und freute mich auf den Gewinn.
Da ich nun für den Zoll keinerlei Nachweise hatte, druckte ich meinen Blogbeitrag von damals aus und fuhr los. Angekommen beim Hauptzollamt fühlte ich mich vollkommen hilflos - es wimmelte förmlich vor Polizei. Ich habe ja eigentlich keine Konflikte mit unseren Gesetzeshütern, doch derartige Ansammlungen von Polizisten und ich mittendrin machten mich dann doch nervös. An der Einfahrtsschranke musste ich halten und dem Pförtner meine Zollbescheinigung entgegenstrecken. Er erklärte mir den Weg zum Hauptzollamt vor dem ich auch parkte. Gott fühlte ich mich falsch hier! Nur eine Hand voll Autos parkten vor dem Hauptzollamt, sowie zwei LKW, deren Fahrer hier wohl auch gerade die Zähne zusammenbeißen mussten.
Es half nichts - nach kurzer Suche nach dem Eingang war ich auch schon drin. Verlassene Flure, Linoleumfußboden in gelb-blau aus tiefsten DDR-Zeiten. Ob in den Wänden noch Asbest steckt? Ich versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht vollkommen aufgeregt auszusehen und ging durch die Tür, die ich als vermeintlich für mich richtig erkundet hatte. Dahinter am Schalter wartete bereits ein Zollbeamter auf mich, oder zumindest auf den nächsten "Kunden". Ich legte ihm meine Bescheinigung vor und erklärte ihm, dass ich als Nachweis tatsächlich nur diesen Blogbeitrag hätte. Zum Glück war er noch mittel-jung und nicht alt und verknöchert und er konnte meinen Ausführungen folgen. Kurze Zeit später ging er davon um das Paket zu holen.
Ich dachte schon, wenn er nun das Paket holt, wäre bereits alles vorbei, alles nur ein Irrtum, doch es kam anders. Statt des kleinen Pakets, das ich erwartete, vielleicht mit einer Actionfigur (Futter für eBay) oder einem Buch oder dergleichen polterte er mir mit einem Paket mit den Kantenlängen 50 x 50 x 30 cm entgegen - das ist riesig! Was sollte da verdammt nochmal drin sein? Mir schwante bereits, dass dieser Besuch beim Zollamt kein billiger sein würde.
Der Zollbeamte gab mir ein Cuttermesser. Als ich damit nichts anzufangen wusste, außer mich damit zu verletzen, sagte er nur: "Aufmachen!". Als ob ich eine Tür vor meiner Nase hätte und mich partout weigerte, diese auf Befehl mit einem Tritt aus den Angeln zu befördern.
Ich öffnete also das Paket und staunte nicht schlecht. Obenauf erstmal ein großer Zettel "Congratulations - you have won ..." bla bla. Dann darunter (der Zollbeamte schrieb emsig mit) 5 kleine Harry Potter Actionfiguren, 1 riesige Büste von Fred und George Weasley, 2 große Harry Potter Puppen und zwei Actionfiguren von Guitar Hero. Doch halt - da war ja noch was. Vier weiße, längliche Schachteln mit einem Glasbruch-Symbol drauf. Diese mussten auch noch geöffnet werden: "Ach du grüne Neune!" - Zauberstäbe, gebettet in Samt, mit "Echtheitszertifikat". Von Harry höchstpersönlich, von Mad Eye Moody, Lord Voldemort und Hermine Granger. Erste Materialanmutung: gar nicht so übel (teils Holz, teils Metall, teils Plastik). Doch was ist das ganze Zeug wohl wert?
Ich wurde hinausgeschickt, da jetzt der Wert des Gesamtpakets bestimmt werden musste. Das Warten nahm kein Ende und schließlich spielte ich irgendwas auf dem Handy, als es plötzlich ungeduldig hinter der Tür klingelte und schließlich mein Name gerufen wurde. Ich ging hinein und man rechnete mir vor, dass der Wert des Pakets rund 200 € betrage. Hat der gerade Euro gesagt und nicht Dollar? Himmel hilf - das Paket kommt doch aus Kanada - man rechnet Dollar nicht einfach 1:1 in Euro um! Doch Widerstand ist ja bekanntlich zwecklos. Hätte ich mich dazu entschlossen, das Paket nicht anzunehmen, hätte ich pro Woche Lagergebühren bezahlen müssen, bis ich es irgendwann abholen würde (oder dazu gezwungen werde). Ich wurde erneut hinausgeschickt: Berechnung der nachzuzahlenden 19% Mehrwertsteuer und 6 - 8 % Zollgebühr. Dass ich für das Ganze nicht einen einzigen Cent bezahlt hatte, interessierte den Zollbeamten dabei nicht im Geringsten.
Also wartete ich erneut 15 Minuten und man bat mich wieder hinein. Nun die Rechnung: 54,24 €. Heilige ... -s Kanonenrohr! Doch ich hatte keine Wahl, bezahlte und durfte das Riesenpaket endlich mit nach Hause nehmen. Die Enttäuschung war groß - über 50 € für etwas, das ich gewonnen hatte!
Zu Hause landete das Paket erstmal in einer Ecke. Erstmal Schokolade essen, ruhige Musik hören, das Gemüt wieder auf Trab bringen. Nun, 5 Stunden nach Empfang des Pakets, traute ich mich, nochmals hineinzusehen. Kurz vorher dachte ich noch daran, gleich alles wegzuwerfen, doch ich versuchte es mal beim bekannten Onlineauktionshaus eBay. "Zauberstab Harry Potter" war meine erste Eingabe und ich fand Zauberstäbe für 10 - 30 € zuzüglich Versand. Welche hatte ich nun hier liegen? Die hochwertigen sahen meinen nicht unähnlich, doch erst ein großes Bild konnte alle Zweifel zerstreuen. Jeder dieser 4 Zauberstäbe in meinem Paket ist knappe 30 € Wert und wird den Händlern dafür auch noch aus der Hand gerissen. Ungeheuerlich! Das dicke Minus durch die Zollgebühren war augenblicklich, zumindest voraussichtlich, ausgebügelt. Die kleinen Actionfiguren aus dem Harry Potter Universum gibt es hier zudem nicht zu kaufen, gehen aber im Ausland insgesamt für einen Zehner weg. Hier hat sie noch niemand angeboten - Versuch macht klug! So geht es durchweg mit dem Paket. Nichts darin ist wirklicher Wegwerfkram, der nicht verkauft werden kann. Selbst habe ich eher weniger Verwendung dafür und kann eigentlich kaum glauben, dass Leute dafür Geld ausgeben, doch es soll mir recht sein.
Der Tag ist gerettet. Darauf gleich noch ein Stück Schokolade.
Heute habe ich das mit Abstand seltsamste Ereignis meines Lebens gehabt. Eigentlich war heute nicht viel, wir haben einen Spieleabend gemacht, ich hab 2 Freunde nach Hause gefahren und bin dann selbst nach Hause gefahren. Auf dem Nachhauseweg bemerke ich ein Taxi an einer Bushaltestelle, eine Frau läuft darauf zu. Die Frau muss einfach zum Taxi gehören, denn sie hat nur ein kurzes schwarzes T-Shirt an. Dann bin ich auch schon vorbeigefahren.
Ich drehe meine übliche Runde um den Park, fahre in die erste Einfahrt zu unserer Straße und fahre einmal um den ganzen Block. Kein Parkplatz da, zumindest, wenn ich nicht unter Bäumen parken möchte (verlieren grad so viel Laub). Ich fahre also wieder auf die Bergstraße und nehme die 2. Einfahrt zu unserer Straße. Tatsächlich, ein Parkplatz. Ich rangiere ein. Aus dem nichts klopft es plötzlich gegen eine Scheibe - ein Adrenalinschub geht durch meinen Körper. Hätte ich beinahe jemanden überfahren? Ich habe sehr gewissenhaft in die Spiegel geguckt, aber vielleicht nicht genug?
Ich schaue durch die Scheibe an meiner Seite. Die Frau, die ich oben am Taxi gesehen habe, steht neben meinem Auto mit verschränkten Armen. Ich lasse den Motor laufen, stelle die Musik ab und öffne die Tür (warum ich die Scheibe nicht geöffnet habe, weiß ich auch nicht). Die Frau ist etwa 25 Jahre alt, hat leuchtend rote schulterlange Haare, tatsächlich nur ein kurzes schwarzes T-Shirt mit weißen Absetzungen an, Jeans und Turnschuhe. Die Arme hat sie nicht einfach so verschränkt, sie friert - kein Wunder bei 14 Grad Außentemperatur. Sie hat ein großes Pflaster am linken Arm und sehr verweinte Augen.
Ich sage hallo. Sie grüßt mich auch und fragt mich, ob ich Sie in die Nähe des Stadtbads fahren könnte. Was ist da nur passiert? Sie steht spät Abends, für dieses Wetter falsch gekleidet, mit den Tränen kämpfend, aus dem nichts neben meinem Auto, ist anscheinend die Strecke vom Krankenhaus bis zu mir gelaufen, konnte das Taxi nicht nehmen (kein Geld?) und bittet mich, sie zu fahren. Will sie mir etwas böses? Doch ich habe die Tür schon offen, für Überlegungen ist es eh zu spät. Ich lege meine Skepsis komplett ab und glaube nur an das Gute im Menschen. Ich bitte sie, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen und öffne ihr die Tür von innen.
Auf der Fahrt versuche ich zu erfahren, was ihr passiert ist. Ob alles in Ordnung ist (natürlich nicht!), ob sie ausgeraubt wurde. Doch sie antwortet mir nur, dass sie nicht darüber sprechen möchte. Und weint leise in sich hinein. Soetwas habe ich noch nie erlebt. Ich bohre nicht weiter, sie scheint es ungeheuerlich mitzunehmen. Ein paar kurze Fragen nach der Fahrstrecke stelle ich noch, sonst bleibe ich still. Das Radio ist ebenfalls noch abgeschaltet, doch ich frage nicht, ob sie Radio hören möchte, das erscheint mir zu gezwungen.
Wir sind da, in der Nähe des Stadtbads. Ziemlich dunkel. Kommen jetzt von überall Leute herbeigesprungen, um mich aus dem Auto zu zerren? Nichts geschieht, ich soll sie einfach auf einem großen Platz absetzen. Ich frage sie, ob sie noch jemanden anrufen möchte und tippe auf die Tasche meiner Jacke, in der mein Handy ist. Sie reagiert nicht auf die Frage. Sie sagt, dass sie hier hoffentlich jemanden findet (den Vornamen weiß ich, aber ich möchte ihn hier nicht veröffentlichen), sagt mir, dass ich ein "unglaublich netter Mensch" bin. Ich danke ihr. Sie steigt aus. Ich möchte sie eigentlich noch fragen, ob ich hier warten soll, schließlich ist sie viel zu kalt gekleidet, doch sie hat die Tür schon geschlossen und läuft auf die Häuser zu. Hoffentlich hat sie den Hausschlüssel.
Die Situation lässt mich komplett ratlos zurück. Ich fahre nach Hause und parke mein Auto an der Stelle, an der sie mich ansprach. Wird sie zurückkommen, wenn es ihr besser geht, und mir einen Zettel hinterlassen? Das Auto findet sie an derselben Stelle wieder. War es überhaupt gut, was ich getan habe? Sie hätte auch aus dem nahe gelegenen Krankenhaus kommen können. Ich entschließe mich, keinen Gedanken weiter in die Situation zu investieren und mein Erlebnis in meinem leicht verwaisten Blog niederzuschreiben. Ich lege meine Erfahrungen hier ab, nicht zuletzt vielleicht in der Hoffnung, dass sie diesen Beitrag hier findet. Doch ich glaube eigentlich nicht daran, denn wonach sollte sie schon suchen? Nun, ich wollte mir keine Gedanken weiter machen.
Hoffentlich geht es ihr gut und allen, die in diese seltsame Sache involviert sind.
Ich wurde heute von einem Freund für das Browsergame Shakes & Fidget angeworben. Nachdem ich mir immer geschworen habe, niemals World of Warcraft anzufangen (weil ich dann nur noch spielen und alles andere vernachlässigen würde), habe ich mich zumindest zu diesem Browsergame hinreißen lassen. Und zum Glück ist das "SF-Game" schon ein wenig anders als World of Warcraft, obwohl die Optik der Charaktere und Örtlichkeiten einen immer ein wenig daran erinnert. Shakes & Fidget, das sind zwei Charaktere, die die gesamte Welt der Fantasyspiele aufs Korn nehmen sollen. Und genauso ist auch das Spiel aufgebaut. Die Texte sind sinnlos, aber witzig, die Zeichnungen detailverliebt und teils urkomisch.
Aber natürlich zählt auch der Spaßfaktor, sich mit anderen Spielern zu messen. Die Ergebnisse basieren auf den eigenen Fähigkeiten und werden "ausgewürfelt", ein wenig Glück ist also schon dabei, ob man gerade trifft, einen kritischen Schlag hat oder böse erwischt wird.
Das Spiel ist dazu gedacht, nebenher zu laufen. Man arbeitet nebenbei, spielt etwas anderes nebenbei, schreibt Mails, egal. Man gibt Aktionen in Auftrag und diese dauern eine Zeit, in der man nichts anderes machen kann - man ist ja gerade in irgendeinem finsteren Wald unterwegs und jagt Killerkaninchen mit blutstarrenden Krummsäbeln. Die Seitenhiebe auf das Fantasygenre sind unübersehbar, auch für denjenigen, der damit sonst nichts am Hut hat. So kämpft man z.B. auch mal gegen einen Problembär. Das schöne am Browsergame Shakes & Fidget Onlinespiel ist, dass man es überall spielen kann (man braucht Flash) und es ist kostenlos. Zumindest solange man nicht schneller vorankommen will. Jeden Tag kann man 100 Minuten in Abenteuern verbringen, 6 Gegenstände beim Zauber- und beim Waffenhändler kaufen. Will man mehr, kann man für 1 Pilz z.B. 15 Minuten mehr Abenteuerlust kaufen, oder ein neues Händlerinventar. Jede Woche gibts 1 Pilz geschenkt als Treuebonus, nahezu täglich findet man auch mal einen Pilz bei Abenteuern, doch die Hauptquelle für Pilze ist der Pilzdealer. Da kann man Pilze kaufen und das Spiel und den eigenen Werdegang beschleunigen. Muss man aber nicht: jeden Tag um Mitternacht hat jeder Händler ein neues Inventar und man wieder 100 Minuten Abenteuerlust - kostenlos.
Probiert es ruhig mal aus - links liegen lassen kann man es später immer noch .
Da es irgendwie in aller Munde ist, bin ich immer heißer drauf, mal wieder Poker zu spielen. Ständig kommt Pokerwerbung im Fernsehen, sogar im Radio wird man auf Turniere in der Umgebung aufmerksam gemacht.
Leider ist der Freund, der normalerweise den Pokerkoffer hatte, nun weggezogen, doch mittlerweile habe ich auch einen (der zwar nicht ganz so schön ist, aber es reicht). Nur Plastikkarten müsste ich mir irgendwann mal dazukaufen - Karten die man nahezu unendlich oft nutzen und zur Not mal waschen kann - daran kann man sich echt gewöhnen (im Gegensatz zu ausgefransten Kartenrändern und Ekelkartenpatina).
Beim Stöbern nach Infos übers Pokern, Tipps und Tricks bin ich auf pokerworld24 gestoßen. Unter "Pokerräume" gibt es eine Auflistung zahlreicher Pokerwebseiten und Bewertungen dazu (mit Screenshot). Limits, Tourniere, Mindesteinzahlung, alles übersichtlich tabellarisch dargestellt. Beim Stöbern durch die verschiedenen Räume wurde mir erst die Entwicklung der Pokersoftwares in den letzten Jahren ersichtlich. Grafisch machen viele schon echt was her, besonders bWin Poker. Ich hatte bisher immer angenommen, dass man einfach von oben eine draufsicht auf einen durchgängig giftgrünen Tisch sieht, auf dem pixelige Karten liegen. So wars zumindest damals, als ich mal Pokerprogramme probiert habe. Dass man das aber so weit aufziehen kann - nicht schlecht!
Für Einsteiger werden natürlich auch die Regeln der verschiedenen Pokervarianten, z.B. vom sehr häufig gespielten Texas Hold em erklärt: was ein Check ist, was ein Fold ist, wie man Einsätze macht etc. Auch toll: es werden auch Pokervarianten erklärt, von denen ich noch nie gehört habe - da wäre es glatt auch mal lustig, Roll Your Own, Crazy Pineapple oder Double Suck zu spielen. Sehr eigenartige Sachen, aber sicherlich witzig .
Ach und da meine Freunde häufig nicht wissen, wie man beim Pokern richtig mischt: ich habe es von einem Youtube-Video gelernt. Ob das nun natürlich die Art ist, Karten zu mischen, weiß ich nicht, aber im Gegensatz zu meinen Freunden sieht man, wenn ich mische, nicht ständig die untersten Karten. Dafür braucht es ein klein wenig Training mit den Fingern, aber schwer ist das nicht. Das ist das Video, das ich meine:
Aus dem Urlaub kam ich ja relativ euphorisch. Ein wenig krank, nichts besonderes - kein Fieber = keine Schweinegrippe. So die einfache Rechnung. Aber wer hätte gedacht, dass es einem auch ohne Fieber ziemlich mies gehen kann?
Diese Erfahrung mache ich jedenfalls gerade. Drückendes Kopfweh, mal mehr, mal weniger, das sich auch mit Paracetamol und Acesal irgendwie nicht so recht beeindrucken lassen will, Leistungsfähigkeit nahe 0 und mein Tagesablauf besteht eigentlich nur aus Schlafen, Fernsehen, Husten und Niesen.
Am Montag beim Arzt war Blutabnahme angesagt, am Dienstag die Rede von "explodierten Infektionswerten" und "bleiben Sie zu Hause" und "trinken Sie wie ein Weltmeister". Dann erfolgte meine Krankschreibung bis Donnerstag, sowie die Bitte, dass ich alle 2 Tage zur Kontrolle zum Arzt kommen soll. Sprich: morgen wieder. Ob man mir dann schon wieder Blut abnimmt? Eigentlich habe ich nichts dagegen, aber ich bin derzeit ziemlich untrainiert, was das Abgeben von Blut betrifft. Früher ging ich mal Plasma spenden, da hab ich den Pieks nicht mal mehr gespürt, doch irgendwie sind die Nadeln in die Breite gewachsen... so fühlte es sich für mich Weichei zumindest letztens an :P. Wenn ich wieder gesund bin, wollten sowieso ein paar Freunde mal wieder mit mir Leben retten gehen - ein wenig Training für die nächste Blutabgabe wäre sicherlich nicht schlecht.
Hallo liebe Blogleser, Freunde, Kommilitonen, vielleicht sogar Professoren,
nach 10-tägiger Abwesenheit möchte ich mich bei euch zurückmelden. Leider habe ich es verpasst, hier auf dem Blog Bescheid zu geben, dass ich Urlaub mache. Naja, nun bin ich ja wieder da.
In der Kürze liegt die Würze: Urlaub zusammen mit 5 Freunden, Urlaubsort war Canyelles in Lloret de Mar (nahe Barcelona), 10 min zum Strand (30 min zurück, blöde Steigung...), ruhig gelegenes Ferienhaus mit vielen Zimmern, ein paar Ameisen hier und da, nichts wildes. Tagsüber durchgängig über 30 Grad, Nachts konnte man mit einem Bettlaken als Zudecke problemlos auskommen. Ausflüge gab es (außer zum Strand) nur relativ wenige: einmal Barcelona, zweimal Lloret, doch das hat das Genießen nicht im Mindesten eingeschränkt. Leider habe ich mich 2 Tage vor Abreise erkältet (keine Schweinegrippe *oink*). Und nun wieder hier.
Bilder werde ich auf jeden Fall noch online stellen, gestaffelt über mehrere Tage werde ich ab Montag die schönsten Urlaubsbilder ausstellen.
Zu Guterletzt noch ein Danke an Peer Wandiger vom Blog selbstaendig-im-netz.de, bei dem ich einen Gutschein von mydays.de im Wert von 50 € gewonnen habe und der wenige Tage nach meiner Abreise hier eingetroffen ist. Sehr schick aufgemacht, das Ganze. Was genau ich damit mache, weiß ich noch nicht, weder, ob es mir oder Freunden zugute kommt. Für meine Entscheidung habe ich aber noch bis 2012 Zeit (Gutscheinverfall).
Ich mache derzeit mein Praktikum als Studentische Hilfskraft in der FH Mittweida. Meine Hauptaufgabe ist, bei einer Diplomarbeit zu helfen. Als Ergebnis (deswegen lässt sich der Freistaat das auch was kosten) kommt dann (hoffentlich) ein komplett von vorn bis hinten durchgeplantes und analysiertes Projekt, das den Kommunen einige Arbeit abnehmen soll, heraus.
Dieses Projekt führte mich nun heute mit 2 Professoren und einem Kommilitonen nach Dresden in die Staatskanzlei. Es ist schon ein seltsames Gefühl: Einfahren nur nach Klingeln an der "Pforte" (wie es auf dem Klingelschild steht), immer wird genau gefragt, warum man da ist. Am Eingang werden einem im Tausch gegen den Personalausweis Besucherausweise ausgegeben. Ein großer Aushang verkündet freundlich, aber bestimmt, dass Touristen keinen Zugang, wohl aber Informationen am Eingang erhalten können. Spätestens jetzt wurde das Gebäude interessant: hier darf also nicht jeder rein? Cool!
Nachdem ich mir erklären lassen habe, wie der Klemmmechanismus des Besucherausweises funktioniert, ging es auch schon in die sogenannte "Treppenhalle" - der Hammer. Wir hatten alle die gleiche Idee: wo ist mein Fotoapparat? Aber wahrscheinlich genau deshalb sind Touristen unerwünscht... Die Halle ist komplett aus glänzendem Gestein (Marmor?), ein gutes Dutzend Treppen führt in jede beliebige Richtung, doch wir bleiben im Erdgeschoss. Der Steinboden endet, wird aber von dickem, erstaunlich hochfloorigem Teppich ersetzt. Ja, hier weiß man wo die Steuergelder landen. Nicht ein einziger Schritt ist auf den Gängen hörbar, der Teppich erfüllt genau, wofür er wahrscheinlich verlegt worden ist: Trittschalldämmung.
Das Staunen geht weiter: statt eines kargen Saals für die anstehende Präsentation sind ein paar Tische u-förmig aufgestellt worden, ein Beamer ist auf eine Wand ausgerichtet. Auf den Tischen stehen für jeden Platz eine Kaffeetasse und ein Wasserglas bereit, zudem verschiedenste 0,2l-Fläschchen mit hervorragenden Säften (ich habe den Kirschsaft probiert), Wasserflaschen und heißer Kaffee in Thermoskannen. Ach und habe ich die Teller mit Süßigkeiten und herrlich saftigem Gebäck erwähnt? Ja, in diesem Umfeld lässt sich vortrefflich arbeiten, lassen sich Vorträge halten und diskutieren .
Heute gab es eine Premiere für mich: ich bin zum ersten mal ohne Begleitung meiner Eltern deren Auto gefahren. Sonst habe ich ja meinen Astra G, aber heute musste schweres Gerät aufgefahren werden. Zum Umzug eines Freundes musste der Kofferraum einige Kisten fassen und bis zu 4 weitere Leute mussten standesgemäß transportiert werden. Ich habe mir deshalb von meinen Eltern deren Citroen C5 borgen dürfen. Ein wahres Schlachtschiff, das sich durch die alles glatt bügelnde Federung auch vollkommen anders fährt als mein harter (mit einem CupKit nachgeholfen) Astra. Dazu kommt noch, dass es sich um einen Diesel handelt - aber darauf haben wir ja zum Glück (fast?) alle gelernt.
Der Umzug selbst war erstaunlich schnell vorbei. In 45 Minuten war die alte Wohnung leer (nicht zu fassen, wieviel Zeug man über die Jahre ansammeln kann), in 1 1/2 Stunden waren wir endlich von Chemnitz nach Leipzig gefahren und in einer guten Stunde waren alle Sachen (Dank Fahrstuhl) in der neuen Wohnung verstaut. Noch das Bett zusammengebaut, einen Schrank aufgestellt und fertig. Der Rest findet mit der Zeit seinen Weg von selbst in die (noch aufzubauenden) Regale. Zurück ging es dann in knapp unter 60 Minuten - nicht ganz vorschriftsmäßig. Durchschnittsverbrauch 6,7 l (der meiner Eltern 8,2 ) trotz nicht besonders sanftem Gasfuß - nicht übel!
Letzte Woche habe ich mir neue Visitenkarten bei der Druckerei WIRmachenDRUCK online bestellt. Meine bisherigen Visitenkarten waren die kostenlosen Visitenkarten von icecards, aber die waren mit Werbung gepflastert und halt ein schnödes bedrucktes Stück Karton (von dem mittlerweile die Farbe abgeht).
Die scheinbar "kostenlosen" Visitenkarten von VistaPrint, die im Nachhinein unverschämterweise neben Portokosten auch noch Bearbeitungsgebühren kosten und z.B. für ein eigenes Layout ebenfalls Gebühren anfallen, habe ich gleich gemieden. Zumal die Rückseite dieser Visitenkarten auch noch mit Werbung verschmiert ist.
Da ich mich mit diesen Visitenkarten nicht blamieren wollte, habe ich mir nun neue Visitenkarten bei WIRmachenDRUCK bestellt. Ich bin gespannt, wie diese Visitenkarten sich präsentieren...
In der Nacht vom Freitag zum Samstag war ich mit ein paar Freunden in einer Nachtvorstellung des neuen Harry Potter Films: "Harry Potter und der Halbblutprinz". Ich versprach mir einen spannenden Film mit einigen Zaubergefechten, eine von der Werbung herausposaunte Liebesgeschichte, vielleicht paar Späße von den Weasley-Brüdern... und wurde herb enttäuscht. Ich werde versuchen mein bestes zu geben, nicht zu viel zu spoilern.
Das Buch hatte ich vor etwas über einem Jahr bereits gelesen und es war nicht minder spannend wie die vorhergehenden Bücher. Doch vom Film kann ich selbiges nicht behaupten. Der Film kommt nicht zu Potte(r), beginnt zusammenhanglos und endet mit einem Rätsel. Genau die Lösung dieses Rätsels ist, worauf man, wenn der Abspann bereits über die Leinwand flimmert, immer noch wartet. Welche Rolle spielt Malfoy nun und auf welcher Seite steht Snape (weiß man natürlich schon, wenn man die Bücher gelesen hat)? Wird Voldemort (oh Verzeihung, den Namen darf man ja nicht nennen!) Hackfleisch aus Malfoy machen, weil Snape das Werk vollendet hat?
Doch wohl das traurigste: das verheizt man schon ein Millionenbudget für die Trickkiste und die Schauspieler und schafft es dann nicht einmal, die doch so rührende (<SPOILER>) Beerdigung Dumbledores zu verfilmen, sondern hört einfach schnöde davor auf und lässt den Zuschauer weiter rätseln, was Harry nun unternehmen wird und wer R.A.B. ist, der den echten Horkrux versteckt hat.</SPOILER>
Der Film ist ein Vorfilm für den kommenden Teil - oder besser gesagt die Teile. Denn "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" soll sogar in 2 Teilen verfilmt werden. Zwei mal abzocken... na danke!
Derzeit beschäftige ich mich mit dem Bau eines sogenannten Differenzverstärkers, diesen setzt man ein, wenn man Störgeräusche, die über die Lautsprecher wiedergeben werden, entfernen möchte, ohne Klangverluste zu haben.
Mittlerweile habe ich schon einige Zeit darin investiert:
- das Platinenlayout musste mit einem Laserdrucker auf eine Katalogseite gedruckt werden
- die ausgedruckte Seite wurde vorsichtig auf einen Leiterplattenrohling aufgebügelt (2 mal, da der erste Versuch Mist wurde)
- fehlerhafte Stellen (breitgelaufener Toner, fehlende Verbindungen) mussten mit Rouladennadel und (säurefestem) CD-Marker ausgebessert werden
- mit Natriumpersulfat wurde die Platine dann geätzt
- die gesamte Platine wurde durchgemessen, hohe Widerstände und fehlende Verbindungen mit Lötzinn ausbessert
- Kurzschlüsse mussten mit einer Rouladennadel entfernt werden
- die Bauteile mussten beschafft werden, ein Chip (ICL 7662) musste nachbestellt und später abgeholt werden
- die Bauteile mussten aufgelötet werden (wobei ich gleich wieder lernte, wie man richtig lötet), teils auch in einer bestimmten Polung
- während des Lötens musste immer wieder gemessen werden, ob irgendwo Zinnbrücken existierten, die nicht sein sollten
- nachdem die Platine fertig bestückt war, mussten Cinchkabel angelötet werden - eine hässliche Arbeit, da ein vor Strahlung schützender Schirm um das eigentliche Kabel gedrillt ist, der aus haarfeinen Drähtchen besteht, die überall herumfliegen (der Schritt dauerte fast am längsten)
- und schlussendlich musste das fertige Produkt im Auto getestet werden
Was der Aufwand brachte? Nun, nach etwa 20 Stunden Arbeitszeit habe ich den fertigen Differenzverstärker getestet und: er funktioniert nicht, außerdem beschwerten sich meine Freunde bereits über die Vernachlässigung ihrerselbst.
Und trotz aller Vorsicht und aufgebrachten Zeit funktioniert das Endprodukt nicht, es stehen Stunden der Fehlersuche an. Aus dem angeschlossenen Lautsprecher kommt nur ein sehr leiser hoher Ton und sonst nichts.
Also: Schaltbild zücken, alles nachmessen, Polungen überprüfen und immer wieder testen. Aber heute nicht mehr - da wird erstmal der Geburtstag meiner Mutti weitergefeiert und nachher geht es ins Kino zu "Harry Potter und der Halbblutprinz".
Sebastian hat Informatik an der FH Mittweida studiert. Er liebt es, sich mit kuriosen Umständen des Alltags ausein-anderzusetzen, setzt sich für die korrekte deutsche Sprache ein, geht gern mal Billard spielen und ist ein ruhiger Zeitgenosse. Er kocht für sein Leben gern, steht auf Chili und schreibt hier hin und wieder über alles, was irgendwie interessant scheint.
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