Artikel mit Tag chemnitz

Tuning sorgt für mehr Gefahrenbereitschaft - bei den anderen Verkehrsteilnehmern!

Getunter Astra G
(Leider) Nicht mein Auto, aber mein Bild :-)
Ich weiß nicht, ob ihr an eurem Auto die eine oder andere Kleinigkeit verändert habt - größere Felgen, breitere Reifen, Spurplatten für einen breiteren Radstand, Spoilerwerk oder ein geändertes Fahrwerk - alle Tuningmaßnahmen haben eins gemeinsam: die lieben Mitmenschen mutieren zu gewissenlosen Rasern, Dränglern und Idioten.
Besonders optisches Tuning scheint da viel auszumachen. Gurkt man seelenruhig mit Normgeschwindigkeit durch die Straßen, müssen unbedingt ein paar mit völlig überhöhter Geschwindigkeit an einem vorbeibrettern (sie täten das vielleicht auch so, doch mir kommt es im Auto meiner Eltern nie so schlimm vor).
Was aber noch viel auffälliger ist: die "Ampelsprints". Man steht vorn an einer Ampel, auf dem Weg zum Einkaufen und neben einem fährt ein klappriges Ungetüm mit Breitreifen vor. Die Ampel wird grün, man fährt gemütlich los, doch das Ungetüm nebenan verspürt den unbedingten Drang mit Vollgas die Reifen quietschen zu lassen, ehe er quiekend vor Drehzahl und am Begrenzer röchelnd an einem vorbeigetuckert ist.
Anscheinend fahren da draußen viele herum, die unbedingt alles mit 2Fast2Furious vergleichen müssen und dabei vergessen, dass in den Liebhaberfahrzeugen, wie ich die getunten Autos gern nenne, auch nur ganz normale Leute sitzen, die nicht ständig 30 Liter pro 100km raushauen wollen bei einem Ampelstart.
Jüngstes Beispiel und warum ich diesen Beitrag schreibe ist ein weißer VW, augenscheinlich Baujahr 1800, zu 4. besetzt, der neben mir auf einer Linksabbiegespur stand. Der Gegenverkehr fuhr noch, als er kurz hielt und trotz noch mindestens 15 Sekunden Rot einfach mit quietschenden Reifen über die Kreuzung fuhr. Dass er dabei beinahe noch einen Fußgänger erwischt hätte (der ebenfalls bei rot lief), hat er wahrscheinlich gar nicht gemerkt.

Öffnungszeiten des 1866 in der Villa Zimmermann

Villa Zimmermann in Chemnitz
Besucheransturm nach Informationen über das 1866 in der Villa Zimmermann in Chemnitz
Da die Webseite der Villa Zimmermann derzeit noch absolut unbrauchbar ist und leider nahezu keine Informationen zum Club bietet, hier noch ein paar Infos für all die, die mir gestern und heute einen ordentlichen Besucherpeak verschafft haben.
Öffnungszeiten des 1866: täglich ab 20 Uhr, Discoveranstaltungen immer Donnerstags bis Samstags
Eintrittspreise: bis 23 Uhr kostenfreier Eintritt, danach 3 € pro Person
Getränkepreise: für das noble Ambiente absolut moderat (1,50 € für 0,25l Softdrink, 4,00 € für ein Gin Tonic, 4,50 € für die meisten Cocktails, 6,00 € für einen Long Island Iced Tea, Moet & Chandon Brut Champagner 69,00 €)
Anzahl der Floors: 4 (eine Clublounge mit Techno/Pop im Keller mit vielen Ledercouches, Oldiefloor und Standardtanzfloor im ersten Obergeschoss, "Stimmungs"-Floor im 2. Obergeschoss)


Restaurants: ein Italiener im 1. Obergeschoss, sowie das Kartoffelhaus im 2. Obergeschoss
Raucher?: ja, 2 geräumige Raucherzimmer + Mediabereich mit vielen Computern (mit Münzgeldeinwurf), sowie 3 Spielekonsolen mit je einem anderen Spiel (gratis!)
Specials:
 - Donnerstag: Happy Hour 3 For 1 (1 Getränk zahlen, 3 erhalten)
 - Freitag: Ladies World! (Freier Eintritt für Damen, auch nach 23 Uhr + Begrüßungscocktail gratis)
 - Samstag: Party Garant! (Jede Woche ein anderes Überraschungshighlight).

Mit den Specials scheint man es aber gerade noch nicht so ernst zu nehmen. Zumindest gab es am Donnerstag keine drei gleichen Getränke zum Preis von einem und am Samstag war das Special auch noch nicht sichtbar. Aber das 1866 wird mit jedem Tag ein Stück gefüllter.

Update (19.12.2008): Nach einem Anruf (Tel.: 0371/4446790) sind die Öffnungszeiten jetzt klar. Von Donnerstag bis Samstag ist die Disco (das eigentliche 1866) ab 20 Uhr geöffnet. Weiterhin befindet sich in der Villa Zimmermann noch das Kartoffelhaus. Dieses hat Montag bis Samstag ab 17.30 Uhr geöffnet, sowie Sonntags ab 11.30 Uhr. Der Zutritt erfolgt durch die Villa Zimmermann.
Der Italiener ist nicht geöffnet, aufgrund technischer Probleme.

Wer noch meine persönliche erste Erfahrung mit dem 1866 lesen möchte, findet diese hier

Ein Sahnehäubchen, das ich euch nicht vorenthalten möchte

Heiße Schokolade mit SahnehäubchenAm Dienstag Abend war ich mit meinen Eltern auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt und habe gleich hier und da etwas zu Abend gegessen (eine Roster vom Holzkohlegrill und einen Langós). Doch das Sahnehäubchen des Abends war: *trommelwirbel*, genau! Das Sahnehäubchen!
Denn als meine Eltern ein Glühweinchen trinken wollten, habe ich sie zum Glühweinstand "Zum Käsemaik" gelotst, der laut meinen Freunden den leckersten Glühwein machen soll. Ich hingegen habe mir dort eine Tasse heiße Schokolade geben lassen und wurde gefragt, ob ich Sahne möchte und ob ich wenig oder viel möchte. Ich bejahte und nahm "viel". Und - wie man auf dem Bild sieht - hat man mich beim Wort genommen. So ein Sahnehäubchen hatte ich auch noch nie. Ok, es war Sprühsahne, aber wer behauptet eigentlich immer, dass man die nicht essen kann? Ich jedenfalls hab kein Problem damit... ach, und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das ganze nicht einmal Aufpreis gekostet hat?

Eröffnung des 1866 in der Villa Zimmermann in Chemnitz

Club-Atmosphäre im 1866. Köstliche Drinks, weiches Licht, brauchbare Musik.
Aufgenommen von Tilli
Vor wenigen Stunden war ich mit ein paar Freunden im neueröffneten 1866 in der Villa Zimmermann, hier in Chemnitz. Von außen ist das frisch renovierte und denkmalgeschützte Gebäude schon hui, aber von innen war es der Wahnsinn. Extrem nobel. Viele Türsteher in Anzügen (die werden bestimmt in ein paar Wochen wesentlich mehr "filtern"), viele Leute im Anzug da und langen weißen Hemden. Ich kam mir da, schließlich wollten wir ja in den Discobereich, mit meinem schwarzen, kurzärmeligen T-Shirt mit dem Rückenaufdruck "Amok - Be a freak", sehr underdressed vor (was heißt, ich hatte mich wesentlich zu leger gekleidet). Wenigstens hatte ich schwarze Sneaker und eine schwarze CK-Jeans an, die sich unter dem im 1866 reichlich eingesetzten UV-Licht als wahrhafter Fusselmagnet entpuppte.
Die vier angekündigten Floors waren für die Bezeichnung "Disco" sehr "naja": ein Oldie-Floor, ein 80s-Floor, ein Standardtanz-Floor und ein Techno-Floor, der sich dann aber von Black zu Pop wandelte, als mehr Gäste eintrafen. Dafür konnte man sich das dort wunderbar als Club vorstellen und die Drinks waren köstlich. Und günstig! 4,50 € für einen Caipirinha mit Alkohol ist absolut in Ordnung (3,50 € ohne Alkohol).
Apropos Caipirinha: als es noch sehr leer da unten (die Floors sind auf verschiedene Etagen verteilt, jeweils mit verstreuten Restaurants und Bars und der "Techno"-Floor ist im Keller) war, habe ich bei der Barfrau einen Ipanema bestellt. Einen auf der Karte ausgewiesenen Caipirinha ohne Alkohol. Zuerst wusste sie nicht, was ein Ipanema ist, aber nach einer kurzen Erklärung hat Sie einen zubereitet - und prompt Alkohol dazugeschüttet :-D. Sie bemerkte ihren Fehler aber sofort, entschuldigte sich, stellte den alkoholisierten Ipanema zur Seite und bereitete mir einen wirklich alkoholfreien Caipirinha zu. Man spürte, dass sie das noch nicht sehr häufig gemacht hatte, sie schaute sich oft die Flaschen oder ihren Spickzettel an. Trotzdem fühlte ich mich gut verstanden und sie brach nicht in Hektik aus, was auf mich abfärbte. Letztlich war ich dann kühn genug, um zu fragen, ob sie den Caipirinha mit Alkohol denn selbst zu trinken gedächte, oder, bevor sie ihn wegschütte, ihn lieber mir zu einem verringerten Preis überlassen könne. Ich schlug 5 € vor (was sehr unverschämt war, denn beide Getränke zusammen hätten 8 € gekostet). Sie bot mir aber nach einem Blick ins Kassenprogramm 6 € an und ich nahm an. Durch eine Verwechslung meinerseits nahm ich ein paar wenige Schlucke Caipi mit Alkohol zu mir und ich muss sagen: er war köstlich. Süß, mit Schuss, aber nicht so stechend wie die, die ich schon probiert habe. Der alkoholfreie war aber auch absolut in Ordnung. Wer es saurer mag, sollte den Ipanema mit Maracujasaft und nicht mit Ginger Ale bestellen.
Als Resumée des Abends kann ich sagen, dass das 1866 nicht als Disco verstanden werden kann, wohl aber als Clubbar, die richtig spaß macht, mit Musik, die gerade auf dem Level ist, dass man sich noch nicht ganz anschreien muss und herrlich fluffig-bequemen Ledersofas. Und mit (ausschließlich) warmem Wasser auf der Toilette, das ist auch nicht zu verachten.

Ach ja, jeden Donnerstag (außer heute) gibts 3 Drinks zum Preis von einem. Das ist sagenhaft. Wir werden wohl bald einen Cocktail-Tag an jedem Donnerstag abhalten...

Update: Hier findet ihr weitere Informationen (Öffnungszeiten, Floors etc.) zum 1866 in Chemnitz.

Die Hetze ergreift die Busfahrer

Wie war das nochmal mit der allgemeinen Hektik? Jetzt hat es auch noch die Busfahrer erwischt, die doch eigentlich sonst den Stoizismus selbst und damit auch eine innere Ruhe verkörperten.
Doch mit der Ruhe war - zumindest bei dem Exemplar von heute - Schluss. Der Bus rauschte an mir vorbei, und ich hinterher. Er hielt kurz, machte nicht mal die Tür auf und obwohl ich immer noch am Hinterherkeuchen war, fuhr er einfach weiter. Haltezeit: unglaubliche 2 Sekunden.
Danach mussten sich natürlich noch die 2 Fußgängerampeln an der Zentralhaltestelle gegen mich verschwören und schwupps fuhr auch meine Straßenbahn ein, die ich nehmen muss, um noch pünktlich am Bahnhof anzukommen. Unter Missachtung der Lichtzeichenanlagen kämpfte ich mir meinen Weg durch Leute, die es sich mitten auf den Gehsteigen umzuüberlegen schienen und umkehrten, nur um mich am Vorwärtskommen zu hindern.
Letztendlich machten sie aber ihre Rechnung ohne den gemütlichen Fahrer der Straßenbahn, der sich eine doppelte Grünphase gönnte, bevor er sich langsam mit seiner Tram gen Bahnhof machte - an Bord ein nach Luft schnappender, gestresster, mitleiderregender Student - ich.
Was für ein Tagesbeginn...

Lukas' Blog "Studieren in Chemnitz" ist wieder da

Einer der neben "Der Rest meines Lebens" von Leonard Goldmann lesenswertesten Blogs ist meiner Meinung nach der Blog "Studieren in Chemnitz", der seit dem 6. Oktober endlich wieder aktiv geführt wird. Der Autor des Blogs war in den Sommerferien nach Berlin, seiner Heimatstadt, gegangen und hat von dort leider nichts mehr geschrieben, doch jetzt kommen endlich wieder humorvolle, lesenswerte und sogar interessante Themen hereingeflattert. Die Schlagzahl an Beiträgen pro Woche ist zwar nicht besonders hoch, dafür sind die Beiträge aber -wertig! Schon die letzten 3 Beiträge, die Alltägliches in unkonventioneller Weise darstellen, sind einen Blick Wert.

Post von der Stadt

Schriftliche Verwarnung fürs FalschparkenWenn man kommunalen Einrichtungen Geld schuldet, dann sind die außerordentlich schnell. Kaum hatte ich mal falsch geparkt (bzw. die Parkuhr vergessen, wie ich schon vor dem Brief festgestellt hatte), ist auch schon Post da.
Aber oho - ich habe mich im Preis geirrt. Nicht 15 € Verwarngeld verlangen die Beamten, sondern 5 €! Da zahle ich doch beinahe gern. Dass ich mit nur einem Drittel davonkomme, damit habe ich auch nicht gerechnet. Wenn man nun noch bedenkt, dass die Politesse, das Porto für den Brief und das gedruckte Knöllchen davon bezahlt werden müssen, bleibt nicht mehr viel übrig fürs Stadtsäckel.

Alltägliche Hektik - nur warum?

Als ich heute im Bus nach Hause fuhr, habe ich ein neuzeitliches Phänomen derart drastisch präsentiert bekommen, dass ich mir vornahm, dafür extra einen Blogeintrag zu schreiben. Die alltägliche Hektik, die einen Großteil der Bevölkerung - auch mich - befallen hat.
Ich hatte im Bus einen Sitzplatz und neben mir saß schon seit geraumer Zeit eine Frau mittleren Alters. Vor meiner Haltestelle wollte ich sie höflich ansprechen mit den Worten: "Entschuldigen Sie, würden Sie mich bitte, wenn der Bus dann steht, aussteigen lassen?". Soweit so gut, ich wollte nicht, dass sie vor dem Spurwechsel, den der Bus an der Stelle immer macht, schon aufsteht, weil es einen dort ordentlich hin- und herbeutelt.
Ich komme genau bis zu den Worten: "Entschuldigen Sie...", als sie aufspringt und mir bedeutet, dass ich durch kann. Der Bus wechselt die Spur und die Frau fliegt fast der Länge nach hin, kann aber noch nach einer Stange greifen. Genau so hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Nur warum sind die Leute so hektisch? Hätte ich nicht auch sagen können, dass ich in 2 Haltestellen raus muss? Dann wäre sie umsonst hingefallen, hätte sich wieder neben mich gepflanzt und hätte später erneut aufstehen müssen.
Leider muss ich zugeben, dass auch mich die Alltagshektik gern greift. Wenn ich z.B. einen Termin habe, bis zu dem es noch reichlich Zeit ist, ertappe ich mich trotzdem manchmal dabei, wie ich mir selbst Druck mache und versuche, schnellstmöglich dorthin zu kommen. "Oh nein, die Bahn ist weg - mein Ziel 10 Minuten entfernt, noch 30 Minuten Zeit, die nächste Bahn kommt in 10 Minuten.", was mache ich also? Genau, ich sprinte zur nächsten Bahn, die auch dorthin fährt, anstatt einfach auf die nächste zu warten. Warum, kann ich mir im Nachhinein auch nicht erklären...

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