Keine Sorge, mir geht es gut. Ich habe meinen Aufenthalt in der Sanitätsstelle müde, aber zufrieden überstanden.
Die Rede ist natürlich nicht von einem Krankenhaus, sondern von einer Chemnitzer Discothek. Ich war am Samstag zusammen mit 2 Freunden das erste mal dort und kann nun meine Empfehlung aussprechen. Es lief viel House, später auch bekanntere Techno-Lieder und die DJs waren richtig gut. Besonders der House-DJ hat sich nicht einen einzigen Übergang anmerken lassen.
Die Location selbst ist sehr "kuschelig". Auf der Tanzfläche vor der kleinen Bühne haben etwa 20 Leute gleichzeitig Platz, ohne aneinander Gleitreibung auszuüben. Doch auch ohne war es warm genug, Licht- und Soundtechnik heizten zusätzlich zu den milden Temperaturen und der vollen Bude ein. Apropos Licht und Sound: die fanden wir alle erstklassig für dieses kleine Etablissement. Besonders überrascht die Lautstärke: laut genug um Spaß zu haben und die Bässe zu fühlen und "leise" genug, um sich noch problemlos anschreien zu können. Druck auf den Ohren gabs nach Verlassen der Sanitätsstelle aber trotzdem.
Am ehesten kann man die Disco mit dem Atomino vergleichen, zumindest von der Größe her. Die technische Ausstattung ist jedoch um Welten besser. Auch der Eintrittspreis ist entgegen der 10 €, die ich zuletzt im Atomino ließ, eine Ansage: 4 € für eine gute, gemütliche Party mit nochmal derselben Fläche an Garten mit Sitzbereichen und Tischen im Freien.
Wer auf riesige Tanzflächen verzichten kann, auf denen sich die paar Hanseln verlieren, wird in der Sanitätsstelle seinen Spaß haben. Ach, und was die Gerüchte betrifft, dass die zeitig (~1 Uhr) zumachen: wir sind kurz nach 3 Uhr gegangen und die Party war noch in vollem Gange.
Ach, und nochwas: die Getränke sind sensationell günstig. 1,80 € für Cola/Fanta/Sprite (0,3 l) und um die 4 € für jeden Cocktail (auch "Spezialanfertigungen" sind willkommen!) sind vollkommen in Ordnung und Dank der niedlichen Größe der Disco hat man sein Getränk auch flott.
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Mein Aufenthalt in der Sanitätsstelle
Dienstag, 12. Mai 2009
Antwort auf die Beschwerde bei O2
Na das ging ja richtig flott, heute bekam ich eine Antwort auf meine Beschwerde an O2 von vor 10 Tagen. Doch der Inhalt ist alles andere als berauschend. Wie immer wurde der Brief nicht komplett gelesen, ein Standardsätzchen auf Papier gedruckt und mir zugeschickt. Ich habe mein Sonderkündigungsrecht bei Nichtgefallen bekommen und dies endbünde mich nicht von der Zahlung der Fixkosten.
Was die Herren von der Kundenbetreuung verschweigen: die Fixkosten wurden mir falsch dargelegt und letztenendes ein für jedermann nicht nachvollziehbarer Betrag von 26,94 € abgebucht, der sich mit keinen Steuern und Abgaben erklären lässt, außer der Berechnung von 2 Tagen, an denen ich den Stick noch gar nicht hatte (geschweigedenn den Vertrag). Mich beunruhigt immer noch, dass jemand, der an einem 30. eines Monats den Testvertrag abschließt, für 30 Tage Gebühren zahlen muss, an denen er den Surfstick überhaupt nicht hätte nutzen können.
Ich werde der Antwort von O2 widersprechen und den Sachverhalt in klaren, verständlichen (idiotensicheren) Worten wiedergeben. Vielleicht habe ich mich letztlich zu kompliziert ausgedrückt und der Kundendienst hat mein Anliegen nicht verstanden - kann ja mal passieren.
Was die Herren von der Kundenbetreuung verschweigen: die Fixkosten wurden mir falsch dargelegt und letztenendes ein für jedermann nicht nachvollziehbarer Betrag von 26,94 € abgebucht, der sich mit keinen Steuern und Abgaben erklären lässt, außer der Berechnung von 2 Tagen, an denen ich den Stick noch gar nicht hatte (geschweigedenn den Vertrag). Mich beunruhigt immer noch, dass jemand, der an einem 30. eines Monats den Testvertrag abschließt, für 30 Tage Gebühren zahlen muss, an denen er den Surfstick überhaupt nicht hätte nutzen können.
Ich werde der Antwort von O2 widersprechen und den Sachverhalt in klaren, verständlichen (idiotensicheren) Worten wiedergeben. Vielleicht habe ich mich letztlich zu kompliziert ausgedrückt und der Kundendienst hat mein Anliegen nicht verstanden - kann ja mal passieren.
Samstag, 2. Mai 2009
Mein Ärger mit O2
Da lässt man sich einmal von der Werbung einwickeln, holt sich bei O2 einen Surfstick für 1 € und hat dann doch wieder Ärger damit.Eigentlich sollte es alles ganz einfach sein: O2 Surfstick besorgen, 1 € zahlen und kurz vor Monatsende wieder zurückgeben, falls er nicht atemberaubend besonders ist, und sich über die günstige Testphase freuen. Danach vielleicht noch im Blog schreiben, wie toll doch alles gelaufen ist.
Nun, leider lief das etwas anders. Am Anfang war alles ok, die Geschwindigkeit des Sticks schwankte sehr stark von etwa 800 kbit/s, was sehr annehmbar war, bis hinab zu GSM-Geschwindigkeit - und zwar innerhalb einer Stadt mit einem sehr gut ausgebauten UMTS-Netz, fernab von feuchten Stahlbetonkammern und bleihaltigen Wänden (hoffe ich). Grund genug, den Stick nicht zu behalten - der Vodafone Surfstick von damals war da wesentlich besser.
Also ging es am Donnerstag in den mir nächstgelegenen O2 Shop, weil ich gerade in der Nähe war. Dort wartete ich über eine halbe Stunde zusammen mit einem Kumpel, weil ein Kunde vor uns die PIN für sein Handy vergessen hatte, das Handy nicht dabei hatte, die SIM nicht dabei hatte und seine Telefonnummer nicht kannte - Bingo, der Kandidat erhält Einhundert Punkte! Danach dann noch ein Vertragsabschluss für einen Studententarif inklusive vorerst kostenlosem SMS-Abzockabo, das sich dann nach 6 Monaten in ein geldverschlingendes Ungeheuer verwandelt, welches vom Verkäufer aber nur beiläufig auf Nachfrage des Studenten erwähnt wurde.
Dann, endlich an der Reihe, lege ich die SIM-Karte und den Surfstick hin, bin schon am Wühlen nach der Rechnung: "Wo haben Sie diesen Vertrag denn gemacht? Hier?" und als ich diese Frage verneine, bekomme ich die Sachen wieder: "Sie müssen dorthin gehen, wo Sie den Vertrag abgeschlossen haben. Tut mir leid, dass Sie solange warten mussten." und das wars. Wofür gibt es Datenbanken und firmeninterne Netzwerke, verdammt nochmal?
Also fuhr ich nochmals dorthin, wo ich mir den Vertrag besorgt habe und kam nach gefühlten 15 Minuten dran, die Kündigung wurde vollzogen und ich bekam meinen Euro wieder, für den ich damals den Stick erhielt. Das hätte auch einfacher laufen können.
Heute (Nachmittag) schreibe ich zudem noch einen Beschwerdebrief an O2, denn ich fühle mich mit der Preispolitik verarscht, mir wurden nämlich etwa zur Mitte des Monats 26,94 € abgebucht, was laut Hotline 25 € Anschlusspreis und 2 Tagen anteilig (abgeschlossen wurde der Vertrag am 02.04.) mit 20% Rabatt entspricht. Interessant, dass ich für 2 Tage zahlen soll, an denen ich den Stick gar nicht nutzen konnte! Was wäre, wenn ich am 30.04. den Vertrag abgeschlossen hätte? Außerdem wurden mir in der Filiale wegen der Studentenausführung des Sticks, für die ich den Studentenausweis nachreichen sollte (was ich zur Kündigung tat) 5 € Rabatt auf den Anschlusspreis versprochen, die ebenfalls nicht vorgenommen wurden. Wenn - sollte - ich eine Antwort auf die Beschwerde erhalten, so werde ich mich hier erneut dazu äußern.
Montag, 27. April 2009
Moreganize - Planungshilfe für wirre Studenten (und normale Menschen)
[Trigami-Review]
Jeder von uns hat mal etwas mit mehr als einer Person planen müssen, sei es der nächste Termin für eine Besprechung eines Schulprojekts, die Planung eines Urlaubes oder eine Umfrage, welches Fleisch zum Wochenende auf den Grill kommt. Immer öffnet man irgendeinen Messenger, versucht, alle Leute online abzupassen, stellt ihnen ein paar Fragen und sortiert die Antworten von Hand: nervig!
Also kam ich vor kurzem für eine Urlaubsplanung auf editgrid.com - sieht aus wie Excel, bedient sich sehr ähnlich und alle können gleichzeitig in der gleichen Tabelle herumpfuschen. Die Planung ist gelungen, aber Unmengen von Informationen sammelten sich an, manche schrieben in die falschen Bereiche und manchmal kam man sich auch beim Editieren von ein und derselben Zelle ins Gehege.
Artikel "Moreganize - Planungshilfe für wirre Studenten (und normale Menschen)" weiterlesen
Also kam ich vor kurzem für eine Urlaubsplanung auf editgrid.com - sieht aus wie Excel, bedient sich sehr ähnlich und alle können gleichzeitig in der gleichen Tabelle herumpfuschen. Die Planung ist gelungen, aber Unmengen von Informationen sammelten sich an, manche schrieben in die falschen Bereiche und manchmal kam man sich auch beim Editieren von ein und derselben Zelle ins Gehege.
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Samstag, 21. März 2009
Eine Karikatur zur Bankenenteignung
Wie jeden Tag schlug ich auch heute die Freie Presse auf, um mir die Karikatur des Tages, gezeichnet von Jürgen Tomicek, anzusehen und wenn es nicht so traurig wäre, könnte man losprusten vor lachen.
Heute sieht man auf der Karikatur, die die Bildunterschrift "Stimme aus dem Jenseits" trägt, eine Angela Merkel, die ein paar große Dokumente mit sich herumträgt. Die Aufschrift: "Bankenenteignungsgesetz". Ihrem Gesichtsausdruck zu entnehmen ist, dass sie sich ertappt fühlt, Angstschweiß spritzt um ihren Kopf herum davon.
Doch was ist los? Die Sprechblase "aus dem Off" gibt Aufschluss: "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!". Wer dieses Zitat mal prägte, darüber wird diskutiert, doch die meisten sagen, es war ein Ausspruch Erich Honeckers (was nicht bedeuten muss, dass die Mehrheit Recht hat).
In anderen Ländern muss es doch eigentlich mit Empörung aufgenommen werden, dass ein sozialistisches Element - die Enteignung - erstmals wieder Einzug in deutsches Recht hält. Zwar (geplanter Weise) nicht auf Dauer, doch das hat man "früher" auch immer gesagt.
Die Karikatur lässt sich übrigens auf Tomiceks Homepage einsehen. Dort einfach auf "20.03. Banken-Enteignungsgesetz" klicken
.
Heute sieht man auf der Karikatur, die die Bildunterschrift "Stimme aus dem Jenseits" trägt, eine Angela Merkel, die ein paar große Dokumente mit sich herumträgt. Die Aufschrift: "Bankenenteignungsgesetz". Ihrem Gesichtsausdruck zu entnehmen ist, dass sie sich ertappt fühlt, Angstschweiß spritzt um ihren Kopf herum davon.
Doch was ist los? Die Sprechblase "aus dem Off" gibt Aufschluss: "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!". Wer dieses Zitat mal prägte, darüber wird diskutiert, doch die meisten sagen, es war ein Ausspruch Erich Honeckers (was nicht bedeuten muss, dass die Mehrheit Recht hat).
In anderen Ländern muss es doch eigentlich mit Empörung aufgenommen werden, dass ein sozialistisches Element - die Enteignung - erstmals wieder Einzug in deutsches Recht hält. Zwar (geplanter Weise) nicht auf Dauer, doch das hat man "früher" auch immer gesagt.
Die Karikatur lässt sich übrigens auf Tomiceks Homepage einsehen. Dort einfach auf "20.03. Banken-Enteignungsgesetz" klicken
Geschrieben von Sebastian Flemig
in Da draußen...
um
13:02
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Freitag, 20. März 2009
Einer schöner Abend mit Freunden im 1866
Diesen Donnerstag ging es nach ein paar Stunden Billard im Moskau und einem Happen bei McDonalds auf ins 1866 in Chemnitz. Seltsamerweise war der Treppenaufgang im Foyer der Villa Zimmermann gesperrt, doch über die Treppenhäuser konnte man auch in die anderen Floors gelangen, wurde mir gesagt.
Ich konnte nicht erkennen, dass die Türsteher sonderlich auf die Kleidung geachtet haben. Ein ordentliches Aussehen ist mit Hemd und Anzughose genauso möglich wie mit T-Shirt und Jeans. Und von letzterer Kombination sah man besonders im Laufe des Abends sehr reichlich. Nur einen Hinweis gab der Türsteher einem Kumpel: "Nächstes mal bitte keine Stahlkappenschuhe." - Einlass gewährt. Von daher meine Frage an die, die schon einmal wegen ihrer Kleidung nicht reingekommen sind: Was tragt ihr, verdammt nochmal?
Große Gesprächsthemen des Abends waren wohl zwei Sachen.
Erstens eine Frau, Ende mittleren Alters, stämmig, die man für eine Bilderbuchgroßmutti halten konnte, die vollkommen allein auf der Tanzfläche im Lounge- und Techno-Floor abging und das länger als alle anderen, die kurz auf die Tanzfläche gingen.
Zweitens der Caipirinha und Ipanema, die beide unter einer fingerdicken Zuckerschicht auf dem Boden des Glases litten. Das machte die eigentlich fröhlich-frisch-sauren Getränke zu einem sehr süßen, knusprigen Erlebnis. Nicht so meins.
Dafür wurde heute auch (nur am Donnerstag, ab 0 Uhr dann nicht mehr) die Getränkeaktion durchgezogen: Caipirinha, Sex on the Beach, Tequila Sunrise, Pina und Strawberry Colada, sowie ein paar andere Cocktails für je 3,50 €, Ipanema, Pussy Foot und noch ein anderer für 3,00 €, Swimming Pool für (glaube ich) 4,50 € und Long Island Iced Tea für 5,50 €. Die Flasche Moët & Chandon Brut Imperial allerdings weiterhin für 69 €
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Ich konnte nicht erkennen, dass die Türsteher sonderlich auf die Kleidung geachtet haben. Ein ordentliches Aussehen ist mit Hemd und Anzughose genauso möglich wie mit T-Shirt und Jeans. Und von letzterer Kombination sah man besonders im Laufe des Abends sehr reichlich. Nur einen Hinweis gab der Türsteher einem Kumpel: "Nächstes mal bitte keine Stahlkappenschuhe." - Einlass gewährt. Von daher meine Frage an die, die schon einmal wegen ihrer Kleidung nicht reingekommen sind: Was tragt ihr, verdammt nochmal?
Große Gesprächsthemen des Abends waren wohl zwei Sachen.
Erstens eine Frau, Ende mittleren Alters, stämmig, die man für eine Bilderbuchgroßmutti halten konnte, die vollkommen allein auf der Tanzfläche im Lounge- und Techno-Floor abging und das länger als alle anderen, die kurz auf die Tanzfläche gingen.
Zweitens der Caipirinha und Ipanema, die beide unter einer fingerdicken Zuckerschicht auf dem Boden des Glases litten. Das machte die eigentlich fröhlich-frisch-sauren Getränke zu einem sehr süßen, knusprigen Erlebnis. Nicht so meins.
Dafür wurde heute auch (nur am Donnerstag, ab 0 Uhr dann nicht mehr) die Getränkeaktion durchgezogen: Caipirinha, Sex on the Beach, Tequila Sunrise, Pina und Strawberry Colada, sowie ein paar andere Cocktails für je 3,50 €, Ipanema, Pussy Foot und noch ein anderer für 3,00 €, Swimming Pool für (glaube ich) 4,50 € und Long Island Iced Tea für 5,50 €. Die Flasche Moët & Chandon Brut Imperial allerdings weiterhin für 69 €
Samstag, 21. Februar 2009
Zwischen Trash und guter Musik: Atomino in Chemnitz
Ich stinke wie die Pest. Aber nicht vor Schweiß, sondern vor Qualm. Schwarze miefende Schwaden beißenden blauen Dunsts steigen aus meiner Kleidung auf. Das erste, was ich nach einer Heimfahrt, begleitet von extrem lauter Technomusik zum Steigern der Laune tue, ist, mir die tränenreizend eingegaste Kleidung vom Leib zu reißen. Die Hose behalte ich an, ein Fehler, wie ich soeben bemerke, als ich diese Zeilen schreibe. Dies ist der absolute Negativpunkt des Besuchs des Atominos in Chemnitz: uneingeschränktes, hemmungsloses Gequarze.
Dies hat für mich auch einen Großteil der Party überschattet, im wahrsten Sinne des Wortes, denn Nebelmaschinen benötigte hier niemand. Auch so war die technische Ausstattung eher dürftig, dafür aber amüsant gelöst. So ersetzte ein Beamer teure Strahler mit verschiedenen Gobos (allerdings wird die Lampe sicher wesentlich teurer sein) und Stroboskopblitzer.
Nachdem der furchtbare Haus-DJ endlich aufhörte, wild Musik zusammenzuklicken und mit hackebeilartigen Übergängen zu brillieren, kam dann für mich bereits das Highlight des Tages: der Vor-DJ vor der eigentlichen Gruppe Bodi Bill, genannt DJ Kamille bzw. Kamillen Musik. Das war das erste Liveset, das ich jemals zu sehen und zu hören bekam und ich muss sagen, es war gut und steigerte sich von Lied zu Lied (leider nur 5, dafür sehr lange Lieder). OK ein wenig Monotonie war schon manchmal drin und er schien besonders auf einen Sprecher in den Liedern abzufahren, der eine Stimme wie Paul Panzer hat, aber trotzdem entsprach das meinem Musikgeschmack am ehesten.
Nachdem Kamillen Musik mit Midi-Keyboard und Laptop dem Atomino eingeheizt hatte, sollte nach einer halben Stunde Pause das Elektronik-Trio Bodi Bill die gute Stimmung fortsetzen. Die Stimmung der Leute wurde auch tatsächlich noch entfachter, doch ich konnte den Hype nicht nachvollziehen. Die Lieder begannen häufig mit recht knackigen tiefen Basslines und endeten in einem Tohuwabohu aus hohen Tönen, Gesang, den ich aus irgendwelchen Popliedern zu kennen glaubte und merkwürdigen Crossovers, z.B. mit einer Geige, die einfach partout nicht in die Musik passen wollte. Auch diese Musikrichtung (ich glaube, es nennt sich Indie) wird sicher ihre Anhänger haben, doch ich gehöre nicht dazu.
Danach, gegen 1 Uhr, kamen wieder die Getyourpolis-DJs an die Reihe und legten diesmal zumindest ein paar Klassiker wie Technologic auf. Trotzdem konnte das meine Stimmung auch nicht mehr heben.
Obwohl Kamillen Musik wirklich in Ordnung war, hatte der unerwartet hohe Eintrittspreis von 10 € (ich wusste nicht, dass es sich um eine Art Konzert handelte) und die schlechten Getyourpolis-DJs meine Stimmung schon zu weit herabgedrückt, dass sie sich noch auf ein partytaugliches Maß hätte anheben lassen. Und jetzt geh ich duschen, meine Augen brennen.
Dies hat für mich auch einen Großteil der Party überschattet, im wahrsten Sinne des Wortes, denn Nebelmaschinen benötigte hier niemand. Auch so war die technische Ausstattung eher dürftig, dafür aber amüsant gelöst. So ersetzte ein Beamer teure Strahler mit verschiedenen Gobos (allerdings wird die Lampe sicher wesentlich teurer sein) und Stroboskopblitzer.
Nachdem der furchtbare Haus-DJ endlich aufhörte, wild Musik zusammenzuklicken und mit hackebeilartigen Übergängen zu brillieren, kam dann für mich bereits das Highlight des Tages: der Vor-DJ vor der eigentlichen Gruppe Bodi Bill, genannt DJ Kamille bzw. Kamillen Musik. Das war das erste Liveset, das ich jemals zu sehen und zu hören bekam und ich muss sagen, es war gut und steigerte sich von Lied zu Lied (leider nur 5, dafür sehr lange Lieder). OK ein wenig Monotonie war schon manchmal drin und er schien besonders auf einen Sprecher in den Liedern abzufahren, der eine Stimme wie Paul Panzer hat, aber trotzdem entsprach das meinem Musikgeschmack am ehesten.
Nachdem Kamillen Musik mit Midi-Keyboard und Laptop dem Atomino eingeheizt hatte, sollte nach einer halben Stunde Pause das Elektronik-Trio Bodi Bill die gute Stimmung fortsetzen. Die Stimmung der Leute wurde auch tatsächlich noch entfachter, doch ich konnte den Hype nicht nachvollziehen. Die Lieder begannen häufig mit recht knackigen tiefen Basslines und endeten in einem Tohuwabohu aus hohen Tönen, Gesang, den ich aus irgendwelchen Popliedern zu kennen glaubte und merkwürdigen Crossovers, z.B. mit einer Geige, die einfach partout nicht in die Musik passen wollte. Auch diese Musikrichtung (ich glaube, es nennt sich Indie) wird sicher ihre Anhänger haben, doch ich gehöre nicht dazu.
Danach, gegen 1 Uhr, kamen wieder die Getyourpolis-DJs an die Reihe und legten diesmal zumindest ein paar Klassiker wie Technologic auf. Trotzdem konnte das meine Stimmung auch nicht mehr heben.
Obwohl Kamillen Musik wirklich in Ordnung war, hatte der unerwartet hohe Eintrittspreis von 10 € (ich wusste nicht, dass es sich um eine Art Konzert handelte) und die schlechten Getyourpolis-DJs meine Stimmung schon zu weit herabgedrückt, dass sie sich noch auf ein partytaugliches Maß hätte anheben lassen. Und jetzt geh ich duschen, meine Augen brennen.
Montag, 16. Februar 2009
Die ClickAndBuy-Geschichte hat endlich ein Ende
Die Sache war kurz nach Weihnachten eigentlich erledigt. Doch ClickAndBuy hatte es versäumt, nach dem Ausgleich meiner Konten auch Steam (die Spieleplattform) zu informieren, dass der Ausgleich erfolgt ist. Was bei mir als "Transaktion erfolgreich" dargestellt wurde, wurde bei Steam als "nicht abgeschlossen aufgrund fehlerhafter Zahlungsinformationen" angezeigt. Seitdem stehe ich mit Steam in Kontakt, habe Screenshots geschickt, habe Fotos meiner CDs verschiedenster Spiele geschickt (denn mein ganzer Steam-Account mitsamt aller anderen Spiele, einschließlich des Spiels für 0,99 $ war gesperrt worden, wegen Zahlungsbetrugs) und unermüdlich gemailt. Dann war der deutsche Supportarbeiter von Steam im Urlaub. Man bat mich, in Englisch zu schreiben oder knappe 14 Tage zu warten. Ich schrieb Englisch - und bekam auf keine meiner Anfragen eine Antwort.
Nach 14 Tagen schließlich schloss ich meine alten Anfragen und erstellte eine neue mit allen Bildern und Informationen. Und siehe da, innerhalb einer Woche konnte der deutsche Supportmitarbeiter Brad (es scheint nur den einen zu geben) mein Problem lösen. Mein Account ist wieder da, mitsamt aller Spiele, ich bin kein Zahlungsbetrüger mehr und darf wieder bei Steam Spiele einkaufen.
Welches Zahlungssystem ich in Zukunft benutzen werde? Natürlich PayPal oder Kreditkarte. Eine andere zuverlässige Zahlungsoption gibt es ja leider nicht (für Nicht-Amerikaner)...
Sonntag, 25. Januar 2009
Handball-WM: "Schlimmer als blind sein, ist nicht sehen wollen."
Eigentlich gibt es mit diesem Post 2 Nova (das ist die Mehrzahl von Novum) in meinem Blog. Erstens habe ich soeben in der Überschrift Wladimir I. Lenin zitiert, was ich nicht für möglich gehalten hätte, dass ich das mal werde. Zweitens hatte ich mir eigentlich vorgenommen, nichts über die derzeit laufende Handball-WM zu bloggen, da ich keinen Sportblog betreibe. Da es aber hier um meine Meinung geht, werde ich das einmal brechen.
Die, die das Spiel gesehen haben, haben sicher bis zum Endergebnis von 25:24 (12:12) an diesem höchstspannenden Spiel mitgefiebert. Spieldetails erspar ich euch, aber gegen diese slowakischen Schiedsrichter muss ich wettern. Was war denn das für eine Endscheiße? Entschuldigt den Ausdruck (oder auch nicht), aber die Leistung, die das Schiedsrichtergespann hier gezeigt hat, war ja phänomenal daneben. Abgesehen von einigen falsch gepfiffenen Fouls (die Bevorzugung Norwegens war nicht zu übersehen), die halt passieren können, wenn (gerade im Handball) geschickt unfair gespielt wird, aber wie kann man 10 Sekunden vor Schluss, als Deutschland die Möglichkeit zum Ausgleich auf 25:25 hat, Norwegen nur 4 von 6 Spielern draußen hat (Deutschland 5 von 6), Deutschland in Ballbesitz kommt und aus der eigenen Hälfte einen Abwurf(/Einwurf?) machen muss, die Uhr wegen 3 - auch noch falsch gesehenen - Korrekturen, nicht anhalten?
Norwegen hat in meinen Augen absolut unverdient gewonnen. Das echte Spielergebnis wäre eindeutig 25:25 gewesen. Ich kann Hainer Brandt, den Handballtrainer der Deutschen Auswahl, der sonst die Ruhe in Person ist, absolut verstehen, dass er mit erhobener Faust auf einen Schiedsrichter zugegangen ist und ihm damit gedroht hat. Wäre ich Hainer gewesen - und ich bin ein absolut friedliebender, konfrontationsscheuer Mensch - hätte man die Umrisse meiner Fingerknöchel in monatelange Rekonstruktionsarbeit aus dem Gesicht des Schiedsrichters herausschneiden müssen. Allerdings bin ich froh, dass er sich nicht der Versuchung hingegeben hat - schließlich haben wir noch eine Chance: übermorgen ein Gewinn gegen den amtierenden Europameister Dänemark, und wir sind höchstwahrscheinlich weiter.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Mediamarkt: Jetzt kann sich jeder alles leisten, wenn er ein geregeltes Einkommen vorweisen kann...
Ihr habt sicher schon die größte Verarsche der Werbebranche im Fersehen gesehen: die Werbung des Mediamarkts mit seiner 0%-Sonderfinanzierung über 30 Monate. Klingt spitze, ist es eigentlich auch, aber der Slogan ist es nicht: "Jetzt kann sich jeder alles leisten."
Die fett gedruckten Wörter werden leider ein ganz klitzekleines bisschen beschnitten durch die Tatsache, dass man Lohnnachweise und, laut der Aussage der Frau an der Kasse, eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) mitbringen sollte, was natürlich absoluter Quark ist, denn zeigt mir einen Gewerbetreibenden, der eine GuV mit doppelter Buchführung machen muss. Da muss man schon verdammt viel Geld scheffeln, dass das vom Staat verlangt wird. Die gute Frau meinte höchstwahrscheinlich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), denn diese muss/sollte man wirklich machen, ist aber ungleich weniger komplex (und auch nicht so einschneidend in die Privatsphäre).
Nun, wie dem auch sei, der Slogan ist definitiv falsch und irreführend. Wer hingeht, wie ein Verwandter von mir, und meint, z.B. mit Plasmaspenden die Raten bezahlen zu können (immerhin 15 € pro Spende, da könnte man bei 30 Monatsraten etwas für 450 € kaufen und man kann aber auch alle 3 Tage spenden gehen... wenn man denn will), der wird abgewiesen.
Man weiß ja eigentlich, dass man Werbung nicht ernst nehmen kann (AIDA-Modell), doch eine derart große Werbekampagne - da sollte man doch denken können, dass, wenn man das Geld nur irgendwie bekommen kann, den Kredit auch zugesprochen bekommt, vor allem bei diesem Slogan. Doch wahrscheinlich schützt man sich so vor Leuten, die dann doch nicht zahlen können, so ein Mahnbrief kostet ja schließlich auch Porto und durch den zinslosen Kredit ist das nicht mit gedeckt.
Aber seien wir nicht so kleinlich, der Mediamarkt schlägt ja auch keinen Löwenanteil auf die Preise auf oder verkauft Geräte älterer Serien zum Preis der neuen... das würden die nie machen.
Die fett gedruckten Wörter werden leider ein ganz klitzekleines bisschen beschnitten durch die Tatsache, dass man Lohnnachweise und, laut der Aussage der Frau an der Kasse, eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) mitbringen sollte, was natürlich absoluter Quark ist, denn zeigt mir einen Gewerbetreibenden, der eine GuV mit doppelter Buchführung machen muss. Da muss man schon verdammt viel Geld scheffeln, dass das vom Staat verlangt wird. Die gute Frau meinte höchstwahrscheinlich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), denn diese muss/sollte man wirklich machen, ist aber ungleich weniger komplex (und auch nicht so einschneidend in die Privatsphäre).
Nun, wie dem auch sei, der Slogan ist definitiv falsch und irreführend. Wer hingeht, wie ein Verwandter von mir, und meint, z.B. mit Plasmaspenden die Raten bezahlen zu können (immerhin 15 € pro Spende, da könnte man bei 30 Monatsraten etwas für 450 € kaufen und man kann aber auch alle 3 Tage spenden gehen... wenn man denn will), der wird abgewiesen.
Man weiß ja eigentlich, dass man Werbung nicht ernst nehmen kann (AIDA-Modell), doch eine derart große Werbekampagne - da sollte man doch denken können, dass, wenn man das Geld nur irgendwie bekommen kann, den Kredit auch zugesprochen bekommt, vor allem bei diesem Slogan. Doch wahrscheinlich schützt man sich so vor Leuten, die dann doch nicht zahlen können, so ein Mahnbrief kostet ja schließlich auch Porto und durch den zinslosen Kredit ist das nicht mit gedeckt.
Aber seien wir nicht so kleinlich, der Mediamarkt schlägt ja auch keinen Löwenanteil auf die Preise auf oder verkauft Geräte älterer Serien zum Preis der neuen... das würden die nie machen.
Dienstag, 13. Januar 2009
Die Squeeeze X4 vom Wochenende
Ihr habt sicher schnell bemerkt, dass hier ein paar Tage nichts los war. Dies war geschuldet durch die Squeeeze X4, die am Wochenende in Limbach-Oberfrohna stattfand. Die Squeeeze ist eine alljährliche LAN-Party, die bisher noch kein Topniveau erreicht hat, sich aber redlich mühe gibt, Jahr für Jahr zumindest ein kleines bisschen besser zu werden.
Am Anfang der Squeeeze X4 gab es erstmal ein wirklich tolles und innovatives Intro mit Lichtunterstützung, in dem die einzelnen angereisten Clannamen über den Beamer angezeigt wurden und gleichzeitig 2 bewegliche Hochleistungsstrahler das jeweilige Sitzareal des Clans beleuchteten. Genial!
Am runden Infopoint in einer Ecke der großen Stadthalle Limbach-Oberfrohna hatte ich zudem schon meinen Lieblingssupporter, den ich während der gesamten LAN bestimmt ein Dutzend mal aufgesucht habe, um für mich Treiber aus dem Netz zu ziehen oder anderweitig Hilfe zu holen.
Artikel "Die Squeeeze X4 vom Wochenende" weiterlesen
Am Anfang der Squeeeze X4 gab es erstmal ein wirklich tolles und innovatives Intro mit Lichtunterstützung, in dem die einzelnen angereisten Clannamen über den Beamer angezeigt wurden und gleichzeitig 2 bewegliche Hochleistungsstrahler das jeweilige Sitzareal des Clans beleuchteten. Genial!
Am runden Infopoint in einer Ecke der großen Stadthalle Limbach-Oberfrohna hatte ich zudem schon meinen Lieblingssupporter, den ich während der gesamten LAN bestimmt ein Dutzend mal aufgesucht habe, um für mich Treiber aus dem Netz zu ziehen oder anderweitig Hilfe zu holen.
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Montag, 15. Dezember 2008
Meine (schlechten) Erfahrungen mit ClickAndBuy.com
Angefangen hat das Ganze an einem gemütlichen Donnerstag Abend, an dem ich entdeckte, dass Half Life 1 (der Klassiker unter den Egoshootern) für nur $0,98 bei Steam, einem Onlinebestelldienst für Spiele, zu haben war. Da dachte ich mir "greifste zu" und klickte mich durch die Menüs. Bezahlung per PayPal ging leider gerade nicht, weil meine Bank (Postbank) wiedermal (passiert regelmäßig) Anbindungsprobleme zu PayPal hatte. Da blieb noch ClickAndBuy. Ich wusste genau, dass ich da noch einen Account habe und erriet neben Benutzername und Passwort gleich noch mein Geburtsdatum, dass ich damals bei der Registrierung falsch eingegeben hatte. Die Bezahlung fand schnell statt, ich bekam mein Half Life 1 zum Download.
Soweit so gut, doch kurz nach der Bestellung und Bezahlung fiel mir auf, dass mein uraltes Konto bei ClickAndBuy.com hinterlegt war. Ich schrieb eine lange Mail an den Support und zwar genau 27 Minuten nachdem ich bestellt und bezahlt hatte. Artikel "Meine (schlechten) Erfahrungen mit ClickAndBuy.com" weiterlesen
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Fallende Benzinpreise als Konjunkturspritze
© RainerSturm / PIXELIO
In der Nähe von Köln kosteten Benzin und Diesel gestern 99,9 Cent. Beinahe historische Werte, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2002 diese Preismarke gerade erst geknackt wurde. An die dreistelligen (jaja, zweistellig mit einer Kommastelle) Preise kann man sich ja kaum noch erinnern.
Manch einer meint auch, der niedrige Spritpreis sei das beste Konjunkturprogramm überhaupt und würde die Konsumlaune noch viel mehr schüren, als die Millarden, die die Bundesregierungen großen Konzernen und Banken hinten rein stopft, damit sie es in lodernden Spekulationsflammen verbrennen können.
Doch ich bin mit dieser Deutung als Konjunkturpaket überhaupt nicht einverstanden. Zeigen sich hier nicht vielmehr die so oft gescholtenen "Selbstheilungskräfte des Marktes"? Durch den Zusammenbruch millardenschwerer Spekulationsblasen gehen einige Banken ein und reißen ein paar Großkonzerne und weitere Banken, die sich munter daran beteiligt haben, mit sich. Und nun, mit einer fast minimalen Verzögerung von 2 Monaten, sackt der Ölpreis ein und wenige Wochen später folgen die Benzinpreise und der Dieselpreis seinem Beispiel. Das hat doch niemand reguliert und bestimmt hat niemand in der Obrigkeit das als Konjunkturpaket geschnürt. Ich weiß nicht genau, was geschehen musste, damit der Ölpreis derart einbricht, aber ein Faktor war sicher die Angst der Menschen vor weiteren Verlusten. Es wurde weniger gezockt und dafür auf das eigene Wohl geachtet.
Jeder sorgt sich um sich selbst, und damit ist für alle gesorgt - das meiner Meinung nach eindeutigste und schlagkräftigste marktwirtschaftliche Sprichwort, das ich kenne. Und viele kenne ich nicht
Dienstag, 9. Dezember 2008
Glühlampen in der EU verboten
Nun ist es also raus, das Verbot von Glühlampen in der EU. Ab September 2009 sollen Glühlampen ab 100W in der EU nicht mehr verkauft werden, ab 2010 folgen dann Glühlampen ab 40W und noch kleinere ab 2012.
Da stellt sich mir die Frage, ob es dann den neuen Arbeitsbereich des Lampenschmugglers gibt, der Unmengen von Glühlampen aus Nicht-EU-Ländern über die Grenzen schleppt. Was wird mit den Preisen der Glühlampen passieren? Werden sie explodieren, um auch den letzten, der sich einen Vorrat an Glühlampen anschaffen will, zu schröpfen? Wird man später, wenn man für irgendeinen Anwendungsbereich welche benötigt, noch Glühlampen "auf Rezept" bekommen können?
Mir jedenfalls erschließt sich der Sinn eines generellen Glühlampenverbots nicht, denn die favorisierten Energiesparlampen haben gegenüber den Glühlampen ein paar gravierende Nachteile. So benötigen sie eine Aufwärmzeit, um ihre volle Lichtstärke und korrekte Farbtemperatur zu erreichen. Sie sind also für Anwendungen, in denen nur kurzzeitig Licht benötigt wird, nicht zu gebrauchen. Nahezu alle Energiesparlampen lassen sich zudem nicht dimmen. Nun ja, können kann man schon, doch gehen sie dann in kürzester Zeit kaputt. Nur einige wenige, die extra für diesen Einsatzzweck gebaut werden, halten das Dimmen aus (und kosten auch dementsprechend etwas mehr).
Auch die Anschaffungskosten sollte man nicht aus den Augen lassen. Zwar sparen die Energiesparlampen Strom und amortisieren sich innerhalb eines Jahres, doch die anfängliche Invesititon von etwa 13 € pro Energiesparlampe (7 - 25W, der Preis ändert sich irgendwie nicht) muss erst einmal aufgebracht werden (eine Osram 100W kostet bei eBay 36 Cent).
Da stellt sich mir die Frage, ob es dann den neuen Arbeitsbereich des Lampenschmugglers gibt, der Unmengen von Glühlampen aus Nicht-EU-Ländern über die Grenzen schleppt. Was wird mit den Preisen der Glühlampen passieren? Werden sie explodieren, um auch den letzten, der sich einen Vorrat an Glühlampen anschaffen will, zu schröpfen? Wird man später, wenn man für irgendeinen Anwendungsbereich welche benötigt, noch Glühlampen "auf Rezept" bekommen können?
Mir jedenfalls erschließt sich der Sinn eines generellen Glühlampenverbots nicht, denn die favorisierten Energiesparlampen haben gegenüber den Glühlampen ein paar gravierende Nachteile. So benötigen sie eine Aufwärmzeit, um ihre volle Lichtstärke und korrekte Farbtemperatur zu erreichen. Sie sind also für Anwendungen, in denen nur kurzzeitig Licht benötigt wird, nicht zu gebrauchen. Nahezu alle Energiesparlampen lassen sich zudem nicht dimmen. Nun ja, können kann man schon, doch gehen sie dann in kürzester Zeit kaputt. Nur einige wenige, die extra für diesen Einsatzzweck gebaut werden, halten das Dimmen aus (und kosten auch dementsprechend etwas mehr).
Auch die Anschaffungskosten sollte man nicht aus den Augen lassen. Zwar sparen die Energiesparlampen Strom und amortisieren sich innerhalb eines Jahres, doch die anfängliche Invesititon von etwa 13 € pro Energiesparlampe (7 - 25W, der Preis ändert sich irgendwie nicht) muss erst einmal aufgebracht werden (eine Osram 100W kostet bei eBay 36 Cent).
Geschrieben von Sebastian Flemig
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10:47
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Tags für diesen Artikel: kritik
Sonntag, 10. August 2008
Realisieren wir den Fehler nicht?
Als ich eben beim Zappen ein Stück der ZDF-Berichterstattung über die Olympischen Spiele mitbekommen habe, wurden zwei Syncronspringerinnen interviewt, die laut ihrer eigenen Aussage ihre Bronze-Medaille noch gar nicht "realisiert" hätten.
Wie jetzt - haben die die Medaille nun schon, oder nicht? Denn wenn die Medaille noch gar nicht realisiert wurde, dann haben sie die noch nicht erreicht. Was soll also die ganze Aufregung über Bronze für Deutschland?
Es könnte natürlich sein, dass die Springerinnen aus Unwissenheit das Wort "realisieren" als Synonym für "verinnerlichen" oder "bemerken" verwenden wollten - im Englischen heißt "to realize" doch auch "bemerken". Was aber viele vergessen: englische Wörter kann man nicht immer einfach so ins Deutsche transportieren. "Realisieren" bedeutet im Deutschen schon lange (und noch immer) lediglich "verwirklichen", "durchführen" usw. Den "false friend" aus dem Englischen hat man erst vor kurzem in die Umgangssprache gepresst.
Wie jetzt - haben die die Medaille nun schon, oder nicht? Denn wenn die Medaille noch gar nicht realisiert wurde, dann haben sie die noch nicht erreicht. Was soll also die ganze Aufregung über Bronze für Deutschland?
Es könnte natürlich sein, dass die Springerinnen aus Unwissenheit das Wort "realisieren" als Synonym für "verinnerlichen" oder "bemerken" verwenden wollten - im Englischen heißt "to realize" doch auch "bemerken". Was aber viele vergessen: englische Wörter kann man nicht immer einfach so ins Deutsche transportieren. "Realisieren" bedeutet im Deutschen schon lange (und noch immer) lediglich "verwirklichen", "durchführen" usw. Den "false friend" aus dem Englischen hat man erst vor kurzem in die Umgangssprache gepresst.
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