Vor ein paar Tagen las ich in der Freien Presse einen (für mich) interessanten Artikel: dort wurde von einem irakischen 16-jährigen Stunden gesprochen, der eine Berechnung und Vereinfachung der Bernoulli-Zahlen entwickelt haben solle, und das in nur 4 Monaten. 300 Jahre sollen Mathematiker und Wissenschaftler sich schon daran die Zähne ausgebissen haben und er schafft es einfach so - das fand ich sehr faszinierend und erzählte es weiter.
Bis mich jemand fragte: "Was sind eigentlich die Bernoulli-Zahlen?". Ich habe dazu keine Antwort gewusst und erstmal danach gegoogled. Dabei fand ich einige der Presseberichte und einen Beitrag des Bildblogs. Mit jeder Zeile wurde mir die Verarschung mehr klar - die Nachricht war eine reine Fehlinformation, entstanden durch die schlechte Recherche der "großen" Nachrichtenagenturen, die alle eine (bereits falsche) Nachricht der AFP kopierten, ohne nachzufragen. Es wurde sogar noch hinzugedichtet, dass bisher noch niemand diese Zahlen vereinfachen konnte, damit es noch erstaunlicher klingt.
Der Student selbst kann nichts dafür - er hat lediglich die Vereinfachung der Zahlen selbst entwickelt und dafür 4 Monate gebraucht. Sein Mathematikprofessor zeigte sich sehr erfreut, dass er das wohl im Alleingang geschafft hat. Der Student hat mit Sicherheit eine große mathematische Begabung und nun, wo die Nachricht einmal um die Welt gegangen ist, hat er auch gleich etwas für seinen Lebenslauf dazugewonnen.
Mir hat das mal wieder gezeigt, dass es wirklich wichtig ist, Nachrichten zu hinterfragen und nicht so aufzunehmen und zu verbreiten, wie man sie aufgefasst hat.
Montag, 1. Juni 2009
Falschinformation am eigenen Leib spüren
Dienstag, 24. März 2009
"Killerspiele", "Gewaltverherrlichung" und anderer Murks
Seit Winnenden (ja, es gibt tatsächlich eine Stadt, die so heißt und die hat nicht nur eine Schule, sondern da ist richtig 'ne Stadt drumrum gebaut - boah!) hört man ja von nichts anderem mehr als Ausräumung der "gewaltverherrlichenden Killerspiele" da und Verbot der ESL Pro Series LAN-Party (sozusagen die Bundesliga der "Killerspiel"-Spieler) dort.
Da fragt man sich: haben die denn einen an der Waffel? Wie kann man sich von den Medien nur so die Meinung bilden lassen? Bisher konnte noch kein einziger sinnvoller Zusammenhang zwischen dem Spielen von Spielen mit Gewalt (und nur das sind sie!) und dem Ausüben von Gewalttaten im echten realen Leben gefunden werden. Fakt ist nur eins: wer reale Gewalt mag, der ist empfänglicher für Spiele mit Gewalt. Doch im Umkehrschluss muss das nicht heißen, dass jeder, der ein Spiel mit Gewalt spielt, auch reale Gewalt mag (analog: jedes Toast ist ein Brot, aber nicht jedes Brot ein Toast). Die Medien vergessen das aber gern, bzw. haben sie es noch nicht mitbekommen.
Auch lustig: jedes mal, wenn von "gewaltverherrlichenden Killerspielen" im Fernsehen oder sonstwo die Rede ist, wird automatisch ein Video von Counter Strike eingeblendet, bzw. das Spiel in einem Atemzug genannt. Warum bezieht man sich auf eins der taktisch anspruchsvollsten, am wenigsten Gewalt verwendenden Spiele? Die Antwort ist einfach: das Spiel wurde schon so oft fälschlicherweise ins Visir genommen, dass die Leute, die noch nie ein Computerspiel auch nur in der Hand hatten, nur dieses eine Spiel kennen und es mit dem Ausbund des Bösen gleichsetzen. Meiner Meinung nach reicht es bereits aus, Spiele zu indizieren, oder sogar, wie im Beispiel von Soldier of Fortune, zu beschlagnahmen. Derartige Spiele, in denen es nur um das Abtrennen von Körperteilen und um Blutorgien geht und der Spielspaß sich einzig und allein aus den Schlachtfesten zusammensetzt, können meiner Meinung nach wirklich ihrer Daseinsberechtigung beraubt werden (was ja auch schon geschieht). Bei dieser Art Spiel kann man schon davon ausgehen, dass sie den Tatbestand der Gewaltverherrlichung erfüllen.
Doch nun sehen wir uns das mal für Counter Strike an: in diesem Spiel lebst du, oder du bist tot. Ein bis zwei Treffer, mehr hält der Charakter, den der Spieler führt, meist nicht aus. Abgetrennte Gliedmaßen oder Bluteffekte sucht man vergebens in der offiziellen, online spielbaren Version. Wo ist die Gewaltverherrlichung oder Gewaltverharmlosung? Es wird Gewalt ausgeübt, keine Frage, schließlich schießt man ja auf virtuelle Menschen. Doch hierin kann ich nicht erkennen, wo dabei grausame oder unmenschliche Verhaltensweisen zutage treten, die die Menschenwürde verletzen. Würde bei einem Kopfschuss dem Gegner selbiger explodieren und eine Blutfontäne in den Himmel schießen, während der Getroffene noch ein wenig herumrennt... ok, dann weg mit dem Schund, wie es z.B. bei Manhunt passiert ist. Doch trifft man in Counter Strike einen Gegner, fällt er zu Boden. Das wars. Keine Sterbeanimationen, keine Knirschgeräusche, nichts. In der deutschen Version verschwindet die Leiche sogar nach kurzer Zeit.
Man kann noch lange und viel über das Thema schreiben, aber ich bin gerade etwas kränklich und werde deshalb hier an dieser Stelle abbrechen. Schreibt mir doch mal, was ihr so von der aktuell wieder entflammten Diskussion um "Killerspiele" haltet.
Da fragt man sich: haben die denn einen an der Waffel? Wie kann man sich von den Medien nur so die Meinung bilden lassen? Bisher konnte noch kein einziger sinnvoller Zusammenhang zwischen dem Spielen von Spielen mit Gewalt (und nur das sind sie!) und dem Ausüben von Gewalttaten im echten realen Leben gefunden werden. Fakt ist nur eins: wer reale Gewalt mag, der ist empfänglicher für Spiele mit Gewalt. Doch im Umkehrschluss muss das nicht heißen, dass jeder, der ein Spiel mit Gewalt spielt, auch reale Gewalt mag (analog: jedes Toast ist ein Brot, aber nicht jedes Brot ein Toast). Die Medien vergessen das aber gern, bzw. haben sie es noch nicht mitbekommen.
Auch lustig: jedes mal, wenn von "gewaltverherrlichenden Killerspielen" im Fernsehen oder sonstwo die Rede ist, wird automatisch ein Video von Counter Strike eingeblendet, bzw. das Spiel in einem Atemzug genannt. Warum bezieht man sich auf eins der taktisch anspruchsvollsten, am wenigsten Gewalt verwendenden Spiele? Die Antwort ist einfach: das Spiel wurde schon so oft fälschlicherweise ins Visir genommen, dass die Leute, die noch nie ein Computerspiel auch nur in der Hand hatten, nur dieses eine Spiel kennen und es mit dem Ausbund des Bösen gleichsetzen. Meiner Meinung nach reicht es bereits aus, Spiele zu indizieren, oder sogar, wie im Beispiel von Soldier of Fortune, zu beschlagnahmen. Derartige Spiele, in denen es nur um das Abtrennen von Körperteilen und um Blutorgien geht und der Spielspaß sich einzig und allein aus den Schlachtfesten zusammensetzt, können meiner Meinung nach wirklich ihrer Daseinsberechtigung beraubt werden (was ja auch schon geschieht). Bei dieser Art Spiel kann man schon davon ausgehen, dass sie den Tatbestand der Gewaltverherrlichung erfüllen.
Doch nun sehen wir uns das mal für Counter Strike an: in diesem Spiel lebst du, oder du bist tot. Ein bis zwei Treffer, mehr hält der Charakter, den der Spieler führt, meist nicht aus. Abgetrennte Gliedmaßen oder Bluteffekte sucht man vergebens in der offiziellen, online spielbaren Version. Wo ist die Gewaltverherrlichung oder Gewaltverharmlosung? Es wird Gewalt ausgeübt, keine Frage, schließlich schießt man ja auf virtuelle Menschen. Doch hierin kann ich nicht erkennen, wo dabei grausame oder unmenschliche Verhaltensweisen zutage treten, die die Menschenwürde verletzen. Würde bei einem Kopfschuss dem Gegner selbiger explodieren und eine Blutfontäne in den Himmel schießen, während der Getroffene noch ein wenig herumrennt... ok, dann weg mit dem Schund, wie es z.B. bei Manhunt passiert ist. Doch trifft man in Counter Strike einen Gegner, fällt er zu Boden. Das wars. Keine Sterbeanimationen, keine Knirschgeräusche, nichts. In der deutschen Version verschwindet die Leiche sogar nach kurzer Zeit.
Man kann noch lange und viel über das Thema schreiben, aber ich bin gerade etwas kränklich und werde deshalb hier an dieser Stelle abbrechen. Schreibt mir doch mal, was ihr so von der aktuell wieder entflammten Diskussion um "Killerspiele" haltet.
Geschrieben von Sebastian Flemig
in Wortwörtliches
um
12:03
| Kommentare (3)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: deutschland, tv
Donnerstag, 12. März 2009
VPN für doch nicht nicht nicht gewerbliche Nutzung?
Doch wie immer, wenn ich mir etwas neues anschaue, finde ich natürlich wieder Rechtschreibfehler. Ich kann nicht anders, als die Texte, die ich so präsentiert bekomme, komplett zu lesen und nach Schreibfehlern Ausschau zu halten. OK, bei Sachen wie der EULA oder ähnlichem passe ich dann doch.
An Hamachi war aber auch der Installationsassistent interessant. Dieser schien von den Programmierern von Hamachi selbst geschrieben worden zu sein - inklusive Text. Und siehe da, zum Vorschein kam dieses Fenster, das ihr auf der linken Seite seht.
[ironie]
Nun meine Frage: darf ich das Programm überhaupt (länger als 30 Tage) nutzen, ohne zu zahlen?[/ironie]
Mittwoch, 18. Februar 2009
EPG: Endlich sagt einer die Wahrheit
Leonard Goldmann hat in seinem Blog eine tolle Entdeckung gepostet: ein Bild des EPG (eine elektronische Programmzeitschrift bei Digitalreceivern) zur gestrigen Folge "Menschen bei Maischberger".Nun, was soll daran schon besonderes sein? Es ist die Kategorisierung: Science-Fiction/Fantasy/Horror. Drei wunderbar treffliche Kategorien für eine Sendung, in der neben Sandra Maischberger auch noch Joschka Fischer und Frank-Walter Steinmeier anwesend waren. Leonard fragt sich zudem noch, wer hier für was steht. Sandra Maischberger für Horror, Joschka Fischer für Science-Fiction und Frank-Walter Steinmeier für Fantasy?
Zudem gehen einem Fragen durch den Kopf wie:
Wenn Wolfgang Schäuble zu Gast gewesen wäre, wäre die Sendung dann ein Psycho-Thriller mit einem vorgestellten Warnhinweis "Diese Sendung ist für Zuschauer unter 16 Jahren nicht geeignet."?
Wer nimmt die Kategorisierungen vor? Sind es Menschen? Wenn ja, war das einfach ein Versehen, ein Klick auf die falsche Sparte? Oder war es doch ein kleiner Scherz mit dem Hintergedanken: "Wer merkt das schon..."? Und wenn es eine automatische Kategorisierung war: wie konnte Maischberger jetzt selbst Computer dazu bringen, ihre Sendung nicht zu mögen?
Selbst, wenn alles dann doch nicht so geplant war und keine Verschwörungstheorie dahinter steht: für ein wenig Amüsement hat es gesorgt.
Bild von Leonard Goldmann
Sonntag, 25. Januar 2009
Neulich bei der Jobsuche im Internet
Also erstmal auf jobs.meinestadt.de, selbe Kriterien und los. Nur wenige Suchergebnisse, dafür alle recht interessant. Leider teils mit etwas extremen Anforderungen, aber eins erregte meine Aufmerksamkeit ganz besonders, nicht, weil es mich so ansprach, sondern wegen der Arbeitszeit. Das Bild oben links habt ihr ja bereits gesehen. Nun die Frage: ob man dort Anschiss bekommt, wenn man ein paar Millisekunden zu spät zur Arbeit kommt? Werden einem die Übersekunden aufs Sekundenkonto gutgeschrieben? Und in welcher Einheit misst man dort die Länge der Mittagspause?
Montag, 6. Oktober 2008
Faltbare Displays brechen durch?
Eine wirklich schlechte Wortwahl im Zusammenhang mit faltbaren Displays... vielleicht sind sie ja doch nur rollbar?
Dienstag, 23. September 2008
"Oh Lord, please gib mir meine Language back!"
...dies ist ein Zitat aus einem Lied der Wise Guys mit dem Namen "Denglisch". Nun glaubt man ja, dass dieses Lied augenzwinkernd gemeint ist und darauf anspielen soll, dass die deutsche Sprache mal so klingen könnte, doch dass das noch in weiter Ferne ist, wir aber aufpassen sollen, dass es am besten gar nicht so kommt.
Nun, schön und gut, doch heute wurde ich mir bewusst, dass diese Art zu sprechen gar nicht so ungewöhnlich sein muss. Denn als ich heute gegen 22 Uhr mit dem Bus vom Billard nach Hause fuhr, hörte ich ein Handytelefonat mit (ja, ich gebe zu, ich bin einer von denen, der dann besonders genau hinhört - vielleicht gibts ja was interessantes).
Das Telefonat (die Seite, die ich hören konnte) ging etwa so: "Jo hi. Hier ich. Jo du... ich... wann groovts morgen? ... yeah for sure gehts klar. Wo gehts dann dancen? ... Hm yeah, ich bin dann da in town."
Wie sehr hoffe ich doch, dass das ein Einzelfall bleibt. Es handelte sich bei dem Telefonierenden weder um einen offensichtlichen Immigranten, sondern um ein ganz gewöhnliches Chemnitzer (Haupt?-)Schul-"kind". Zum Glück ist mir ein derart übler Fall des Sprachverfalls bisher erst dieses eine mal untergekommen.
Habt ihr so etwas auch schon erlebt?
Nun, schön und gut, doch heute wurde ich mir bewusst, dass diese Art zu sprechen gar nicht so ungewöhnlich sein muss. Denn als ich heute gegen 22 Uhr mit dem Bus vom Billard nach Hause fuhr, hörte ich ein Handytelefonat mit (ja, ich gebe zu, ich bin einer von denen, der dann besonders genau hinhört - vielleicht gibts ja was interessantes).
Das Telefonat (die Seite, die ich hören konnte) ging etwa so: "Jo hi. Hier ich. Jo du... ich... wann groovts morgen? ... yeah for sure gehts klar. Wo gehts dann dancen? ... Hm yeah, ich bin dann da in town."
Wie sehr hoffe ich doch, dass das ein Einzelfall bleibt. Es handelte sich bei dem Telefonierenden weder um einen offensichtlichen Immigranten, sondern um ein ganz gewöhnliches Chemnitzer (Haupt?-)Schul-"kind". Zum Glück ist mir ein derart übler Fall des Sprachverfalls bisher erst dieses eine mal untergekommen.
Habt ihr so etwas auch schon erlebt?
Sonntag, 10. August 2008
Realisieren wir den Fehler nicht?
Als ich eben beim Zappen ein Stück der ZDF-Berichterstattung über die Olympischen Spiele mitbekommen habe, wurden zwei Syncronspringerinnen interviewt, die laut ihrer eigenen Aussage ihre Bronze-Medaille noch gar nicht "realisiert" hätten.
Wie jetzt - haben die die Medaille nun schon, oder nicht? Denn wenn die Medaille noch gar nicht realisiert wurde, dann haben sie die noch nicht erreicht. Was soll also die ganze Aufregung über Bronze für Deutschland?
Es könnte natürlich sein, dass die Springerinnen aus Unwissenheit das Wort "realisieren" als Synonym für "verinnerlichen" oder "bemerken" verwenden wollten - im Englischen heißt "to realize" doch auch "bemerken". Was aber viele vergessen: englische Wörter kann man nicht immer einfach so ins Deutsche transportieren. "Realisieren" bedeutet im Deutschen schon lange (und noch immer) lediglich "verwirklichen", "durchführen" usw. Den "false friend" aus dem Englischen hat man erst vor kurzem in die Umgangssprache gepresst.
Wie jetzt - haben die die Medaille nun schon, oder nicht? Denn wenn die Medaille noch gar nicht realisiert wurde, dann haben sie die noch nicht erreicht. Was soll also die ganze Aufregung über Bronze für Deutschland?
Es könnte natürlich sein, dass die Springerinnen aus Unwissenheit das Wort "realisieren" als Synonym für "verinnerlichen" oder "bemerken" verwenden wollten - im Englischen heißt "to realize" doch auch "bemerken". Was aber viele vergessen: englische Wörter kann man nicht immer einfach so ins Deutsche transportieren. "Realisieren" bedeutet im Deutschen schon lange (und noch immer) lediglich "verwirklichen", "durchführen" usw. Den "false friend" aus dem Englischen hat man erst vor kurzem in die Umgangssprache gepresst.
Freitag, 1. August 2008
Jetzt hervorragende Negativrabatte bei Amazon!
Da wird doch wortwörtlich geworben
Zögern Sie nicht und profitieren Sie von bis zu -60% reduzierten Preisen!
Und wie ich da zögere! Denn eine Reduzierung des Preises um -60% ist eine verkappte Preissteigerung um 60%. Ganz schön gewieft, die Kollegen. Oder sollte das nur ein Fehler eines unwissenden Newsletter-Autors (Azubi?) sein?
Samstag, 5. Juli 2008
Teure Preise, billige Preise... auf die Spitze getrieben
Pedantisch wie ich bin, habe ich natürlich auch die Redaktion der ADAC Motorwelt über deren stilistischen Fehler in Kenntnis gesetzt. Mit dem stilistischen Fehler sind "teuerster Preis" und "billigster Preis" gemeint, die ich in der Motorwelt entdeckte hatte. Da mir nicht alle glauben wollten, dass das höchstenfalls Umgangssprache ist, habe ich an den Zwiebelfisch geschrieben und dort auch Recht bekommen.
Nun auch eine offizielle Stellungnahme des ADAC zur Sache:
Gut. Wo wir das nun ausgestampft hätten... Wird Zeit für den nächsten stilistischen Fehler in einer Zeitschrift
.
Ach ja. Meinen Namen haben die auch wiedermal nicht richtig schreiben können *grummel*.
Nun auch eine offizielle Stellungnahme des ADAC zur Sache:
Sehr geehrter Herr Fleming,
herzlichen Dank für Ihre Nachricht.
So sehr wir uns auch darüber freuen, dass Sie mit der Motorwolt so zufrieden
sind, mit Ihrem Hinweis auf eine sprachliche Ungenauigkeit beim Beitrag über
die Urlaubsnebenkosten haben Sie völlig recht. In der Tabelle hätte
selbstverständlich stehen müssen: »Höchster Preis bzw. Niedrigster Preis«.
Die vom Redakteur fälschlicherweise verwendeten - und leider bei der
Schlussredaktion durchgerutschten - Begriffe sind sprachlich nicht korrekt.
Wir hoffen, dass die nächsten Motorwelt-Ausgaben Sie auch wieder in
stilistischer Hinsicht zufrieden stellen werden.
Für Ihr aufmerksames Lesen danken wir herzlich.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Jäckel
Gut. Wo wir das nun ausgestampft hätten... Wird Zeit für den nächsten stilistischen Fehler in einer Zeitschrift
Ach ja. Meinen Namen haben die auch wiedermal nicht richtig schreiben können *grummel*.
Mittwoch, 2. Juli 2008
Nicht ganz durchdachtes Seiten-Layout und seine Nebenwirkungen
Beim Blättern in der Ausgabe der heutigen Freien Presse (Chemnitz) fiel mir etwas ins Auge, was sich zwar beim näheren Hinsehen als eine falsche Vermutung meinerseits herausstellte, trotzdem glaube ich, dass ich nicht der einzige war, der zuerst an ein falsch platziertes Bild gedacht hat.
Wer kommt darauf, neben ein Bild mit starker Rauchentwicklung durch einen Brand auf der Autobahn einen Artikel über die Durchsetzung des Nichtrauchergesetzes zu quetschen? Das ist jetzt nicht grundsätzlich falsch, zumal auch ein dünner schwarzer Rahmen zeigt, dass die Meldung auf der linken Seite zum Bild gehört, doch als gewöhnlicher Deutscher habe ich nun einmal den Drang, Dinge von links nach rechts zu betrachten. Ich sehe das große Bild in der Mitte, denn das zieht meinen Blick magisch an, übersehe den schwarzen Rahmen, gucke nach rechts zu dem vermeintlichen Text zum Bild und erblicke eine Meldung über Rauchverbote. Nanu? Kurz gestutzt, den Rahmen bemerkt und auf der richtigen Seite gelesen. War auf jeden Fall ein makaberer Moment (wer raucht denn derart viel und stark?), den heute meines Erachtens noch mehr Leser der Zeitung durchlebt haben.
Wer kommt darauf, neben ein Bild mit starker Rauchentwicklung durch einen Brand auf der Autobahn einen Artikel über die Durchsetzung des Nichtrauchergesetzes zu quetschen? Das ist jetzt nicht grundsätzlich falsch, zumal auch ein dünner schwarzer Rahmen zeigt, dass die Meldung auf der linken Seite zum Bild gehört, doch als gewöhnlicher Deutscher habe ich nun einmal den Drang, Dinge von links nach rechts zu betrachten. Ich sehe das große Bild in der Mitte, denn das zieht meinen Blick magisch an, übersehe den schwarzen Rahmen, gucke nach rechts zu dem vermeintlichen Text zum Bild und erblicke eine Meldung über Rauchverbote. Nanu? Kurz gestutzt, den Rahmen bemerkt und auf der richtigen Seite gelesen. War auf jeden Fall ein makaberer Moment (wer raucht denn derart viel und stark?), den heute meines Erachtens noch mehr Leser der Zeitung durchlebt haben.
Teure Preise, billige Preise... die Zweite
Da mich in meinem letzten Beitrag zu der Sache, in dem ich mich über ein Diagramm in der ADAC Motorwelt aufgeregt habe, ein anonymer Kommentator zurechtweisen wollte, habe ich eine Anfrage an den Zwiebelfisch (das ist die berühmte Kolumne von Sebastian Sick im Spiegel - wer kennt sie nicht?) gestellt.
Heute kam die Antwort, und ich erlaube mir mal, sie hier zu präsentieren:
Noch Fragen
?
Heute kam die Antwort, und ich erlaube mir mal, sie hier zu präsentieren:
Lieber Herr Flemig,
vielen Dank für Ihre E-Mail!
Ein Preis kann, genau wie die Temperatur zum Beispiel, nur hoch oder
niedrig sein. Billig bzw. teuer ist das Produkt.
Auch wird oft von "heißen/kühlen Temperaturen" gesprochen, doch hier ist es
das Gleiche: "Heiß/kühl" fühlt sich nur die Luft an.
Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg
Katharina Baumann
für den Zwiebelfisch
Noch Fragen
Freitag, 27. Juni 2008
Teure Preise, billige Preise... Umgangssprache beim ADAC
Teure Preise, billige Preise - schon oft gelesen und immer wieder knirscht es irgendwie zwischen den Zähnen. Kann ein Preis wirklich teuer oder billig sein? Was kostet denn ein Preis? Es muss schon sehr lange her sein, dass ich mir meinen letzten Preis gekauft habe, denn ich kann mich absolut nicht erinnern.
Zugegeben, ich übertreibe jetzt ein wenig, trotzdem ist mir die Legende in der Übersichtstabelle der ADAC Motorwelt aufgefallen. Wo sind sie geblieben, die hohen und niedrigen, bzw. höchsten und niedrigsten Preise? Auch günstige Preise sind ok, schließlich machen sie den Zeitpunkt günstig, mir die bepreiste Ware zu beschaffen.
Die Motorwelt ist eins der am besten lektorierten Magazine, die ich regelmäßig lese. Schreibfehler gibt es fast nie, und wenn, dann ist es meist ein Tippfehler, der sogar in der nachfolgenden Ausgabe korrigiert wird. In dem Fall allerdings hat einfach die Umgangssprache Einzug gehalten. Ich würde mir sowieso wünschen, dass die Menschen aufhören, Preise bepreisen zu wollen, auch in der Umgangssprache.
Zugegeben, ich übertreibe jetzt ein wenig, trotzdem ist mir die Legende in der Übersichtstabelle der ADAC Motorwelt aufgefallen. Wo sind sie geblieben, die hohen und niedrigen, bzw. höchsten und niedrigsten Preise? Auch günstige Preise sind ok, schließlich machen sie den Zeitpunkt günstig, mir die bepreiste Ware zu beschaffen.
Die Motorwelt ist eins der am besten lektorierten Magazine, die ich regelmäßig lese. Schreibfehler gibt es fast nie, und wenn, dann ist es meist ein Tippfehler, der sogar in der nachfolgenden Ausgabe korrigiert wird. In dem Fall allerdings hat einfach die Umgangssprache Einzug gehalten. Ich würde mir sowieso wünschen, dass die Menschen aufhören, Preise bepreisen zu wollen, auch in der Umgangssprache.
(Seite 1 von 1, insgesamt 13 Einträge)


Kommentare